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Phonedeck: Assistenz fürs Smartphone

Mir ist mal wieder ein Startup aus Berlin in die digitalen Hände gefallen: Phonedeck. Das Prinzip ist einfach: Mit einer App auf eurem Smartphone verknüpft ihr die Telefon- und SMS-Funktion mit der Cloud, und könnt dann bequem vom Browser aus darauf zugreifen. Das heißt im Klartext: Kontakte organisieren, SMS schreiben, Rückruferinnerungen einstellen oder auch Anrufe tätigen – dazu müsst ihr euer Smartphone dann nur noch ans Ohr halten. Dazu kommen schicke Anruf-Statistiken und die Möglichkeit, euer Smartphone kurz läuten zu lassen, damit ihr es auf dem unaufgeräumten Schreibtisch wiederfindet.

Klingt alles erst einmal sehr toll – auf der anderen Seite klingeln natürlich alle Datenschützer-Alarmglocken. Denn das Problem liegt auf der Hand: Einmal installiert hat Phonedeck Zugriff auf eure gesamte Telefonie- und SMS-Historie – zumindest auf die, die sowieso schon auf dem Smartphone gespeichert ist. Alle diese Daten sind dann aber nicht mehr nur einigermaßen sicher auf dem Smartphone gespeichert, sondern landen auf den Phonedeck-Servern in der Cloud.

Sprich: Die Vorratsdatenspeicherung, gegen die in Deutschland mit großer Inbrunst gekämpft wird, macht Phonedeck schlicht und ergreifend zum Feature – indem die Daten für den Nutzer zugänglich und nutzbar gemacht werden, und das auf wirklich ansprechende Art und Weise. Der Profilerstellung ist jedoch trotzdem Tür und Tor geöffnet.

Denn ich muss zugeben: Es macht großen Spaß, Phonedeck zu verwenden, und es ist sehr bequem. SMS kann ich direkt am Bildschirm schreiben, und ich habe einfachen Zugriff auf alle meine Kontakte – der Anruf ist je nur einen Klick entfernt. Ein kabelloses Headset habe ich zwar nicht, aber sollte ich eins haben, würde Phonedeck mit Sicherheit eine große Erleichterung im Büroalltag darstellen.

Ich bin also zwiegespalten: Auf der einen Seite ist Phonedeck unglaublich nützlich, auf der anderen Seite habe ich keine Kontrolle mehr über meine Telefonie- und SMS-Daten. Natürlich schreibt Phonedeck, dass die Daten sicher sind – und das glaube ich ihnen auch, denn das Vertrauen der Nutzer ist immerhin die Basis des Geschäftsmodells. Doch auf der anderen Seite weiß ich eben nicht, was damit passiert, zumal der Zugriff durch staatliche Behörden nicht komplett ausgeschlossen wird (die Frage ist natürlich, ob das überhaupt geht, so etwas wirklich auszuschließen):

„Your data & contacts will not be shared, sold, or distributed to any third parties (unless required by law or explicitly consented by the user)“

Quelle: phonedeck.com

Was meint ihr?

Das Handy – Nachfolger des Portemonnaies?

Hinweis: Dieser Blogeintrag erschien ursprünglich bei der Sendung mit dem Internet als Online-Begleitung zur Sendung vom 14. März 2011:

Schon seit vielen Jahren müssen wir im Supermarkt nicht mehr zwingend mit Münzen und Scheinen bezahlen – mittlerweile laufen große Teile unseres Zahlungsverkehrs über unsere EC- und Kreditkarten. Doch diese System sind inzwischen veraltet, und etwas neues muss her. Die Zukunft könnte in unseren Smartphones liegen. Diese sollen bald ganz einfach zum Zahlungsmittel unterwegs werden.

Wie soll das funktionieren?


So könnte das Bezahlen mit dem Handy aussehen.

Letztlich wird die Funktionsweise solcher mobilen Bezahlsysteme sehr einfach sein. Beispiel Supermarkt: Der Kunde geht ganz normal einkaufen, und geht dann am Ende wie gewohnt zur Kasse. Die Waren werden dort über’s Band gezogen, und zum Schluss erscheint der Betrag auf dem Kassendisplay.

Zum Bezahlen braucht man dann jedoch keine Karte mehr, sondern hält einfach sein Smartphone an eine Fläche an der Kasse, den sogenannten „point of sales“, wie es in der Fachsprache heißt. Dort wird ein Code, der im Handy abgespeichert ist, ausgelesen. Das kann zum Beispiel eine Kreditkartennummer o.ä. sein. Mit diesem Code kann der Supermarkt dann den Betrag, wie sonst auch, vom Konto des Kunden abbuchen.

Um den Bezahlvorgang zusätzlich abzusichern, zum Beispiel bei einer größeren Summe, kann auf dem Smartphone des Kunden auch noch eine App, also ein kleines Programm, gestartet werden. Dort wird dann zum Beispiel noch eine PIN abgefragt, wie bei der EC-Karte auch.

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Ruhe


Lake Tahoe, CA, USA | Foto von Vijay (CC-Lizenz)

Heute ist so einer der Tage, die nicht richtig in die Gänge kommen. Eigentlich habe ich das Gefühl, es seien noch viele Dinge zu tun, aber die meisten davon sind entweder 1. gerade nicht zur Bearbeitung freigegeben (sprich die erste Lackschicht ist z. B. bei einigen Brettern noch nicht getrocknet) oder es sind 2. so große Projekte, dass ich sie ohne Hilfe jetzt gar nicht beginnen kann oder es sind 3. Dinge, für die ich organisatorische Hilfe brauche, z. B. bei der Erneuerung von Schildern, da weiß ich nicht wo hier auf dem Tierpark-PC die Originaldateien liegen.

Das alles zusammen führt dazu, dass ich heute nach einiger Arbeit, die aber schnell erledigt war, etwas tatenlos rumsitze und nicht wirklich etwas mit mir anzufangen weiß. Schlussendlich kann ich nicht einmal einige wichtige Telefongespräche führen, da aus unerfindlichen Gründen im gesamten Ort die Leitungen nach Kiel nicht funktionieren. Horse shit that is.

Nun denn, ich hoffe, ihr habt einen erfahrungsreicheren Tag! ;)