Schlagwort: Prof. Thomas Hoeren

Professor Thomas Hoeren im Interview über die Ermittlungen gegen Kino.to

Professor Thomas Hoeren; Quelle: Thomas Hoeren (CC BY-SA 3.0)

Die Razzia bei den Betreibern von Kino.to hat große Schlagzeilen gemacht. Für die „Sendung mit dem Internet“ auf Antenne Düsseldorf habe ich zu den Hintergründen einen Beitrag gemacht, den ihr hier nachlesen und auch nachhören könnt. Darin ist auch Professor Thomas Hoeren zu hören.
Er lehrt an der Universität Münster am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht. Das komplette Interview könnt ihr hier nachlesen.

Read More

Wie gefährlich sind die Ermittlungen gegen Kino.to für die Nutzer?

Hinweis: Dieser Blogeintrag erschien ursprünglich bei der Sendung mit dem Internet als Online-Begleitung zur Sendung vom 20. Juni 2011:

Kino.to war eine Seite, auf der jedermann und jede Frau ganz einfach aktuelle Kinofilme und Serien anschauen konnte – ohne etwas dafür zu bezahlen. Das hielten, wohl auch verständlicherweise, viele für ein attraktives Angebot – zuletzt war sogar die Rede von mehreren Millionen Nutzern pro Tag. Das Problem dabei ist nur: Es ist natürlich illegal, einfach so aktuelle Kinofilme ins Netz zu stellen. Genau deshalb hat nun auch die Kriminalpolizei eine Razzia bei Kino.to durchgeführt. Server und Computer wurden beschlagnahmt, und Mitarbeiter verhaftet. Ihnen werden grobe Verstöße gegen das Urheberrecht vorgeworfen. An dieser Stelle soll geklärt, wie gefährlich diese Ermittlungen für die Nutzer der Seite sind, und ob es wirklich illegal ist, sich Kinofilme auf derartigen Streamingseiten anzusehen.

„Die Kriminalpolizei weist auf folgendes hin: Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.“

So steht es derzeit auf der Seite Kino.to – seitdem die Kriminalpolizei bei den Betreibern der Plattform eine Razzia durchgeführt hat. Dass es nicht vollkommen legal sein kann, einfach so im Kino mit der Heimkamera einen Blockbuster abzufilmen, und ihn anschließend ins Netz zu stellen, ist wohl den meisten klar. Doch beim reinen Anschauen solcher Inhalte fühlen sich die meisten sicher – obwohl sie sich damit in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

Read More