Schlagwort: Medienkrise

Netzrückblick • 09.01.2013

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal einen Netzrückblick hier im Blog veröffentlicht habe – genauer gesagt knapp zwei Jahre. Es wäre doch aber schade, wenn die von mir gelesenen und für lesenswert befundenen Artikel aus Twitter, Facebook oder Google Reader einfach so im Nirvana verschwinden würden. Deshalb, einfach mal wieder so, weil mir danach ist: Hier sind meine Link-Highlights der letzten Woche.

Ein Männermagazin. Für Väter. (Thomas Gigold)
Warum gibt es eigentlich kein Magazin von Vätern und denen die es (nicht) sein wollen für Väter und die, die es (nicht) sein wollen? Das hat sich auch Thomas Gigold gefragt – und will die Idee nun in die Tat umsetzen.

Belgian media planning shared digital content passport (paidContent)
Während hierzulande noch alle rätseln, wie denn Bezahlvarianten für die Online-Portale der Verlage funktionieren könnten, machen die Verlagshäuser in Belgien (und auch Tschechien) einfach Nägel mit Köpfen, und schließen sich unter einem Dach zusammen. Spannend!

How Twitter Gets In The Way Of Knowledge (Buzzfeed)
Was auf Twitter geschrieben wird, wird mit zunehmender Nutzerzahl zu einem immer wertvolleren Archiv für Sprachwissenschaftler. Denn: Hier können sie Alltagssprache analysieren und bestimmte Sprachphänomene auf einer Basis von Millionen von Nutzern auswerten. Beziehungsweise: Sie könnten. Denn Twitter schränkt den Zugriff auf seine Datenbanken stark ein. Eine Problemanalyse gibt’s bei Buzzfeed.

… und dann war ich plötzlich im Radio. (Hendryk Schäfer)
Mein Freund war im Radio, weil er die WAZ getestet hat. Interviewt hat ihn der liebe Kollege Daniel Fiene für „Töne, Texte, Bilder“, das WDR 5 Medienmagazin. Ich hatte übrigens auch meinen Anteil an dem Beitrag. Kleiner Tipp: Ich habe mit vielen Menschen gesprochen …

Microlives (Andrew Sullivan: The Dish)
Zwei Stunden sitzen kosten einen eine halbe Stunde Lebenszeit. 1,25 Fruchtmahlzeiten bringen dafür eine halbe Stunde mehr Lebenszeit. Zumindest, wenn man den Berechnungen des Forschers David Spiegelhalter glaubt.

1993 was a good year for music (The Verge)
Spotify & Co. sind nicht nur toll, um Musik zu hören, sondern auch, um Musik zu entdecken. Meine Lieblings-Tech-Seite hat anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Technikmesse CES einfach mal die eigenen Leser nach ihren Musikhighlights 1993 befragt. Herausgekommen ist eine tolle Playlist mit vielen Erinnerungen.

Gemeinnützigkeit als ruinöses Geschäftsprinzip (VOCER)
Peter Littger analysiert das Dilemma, in dem die deutschen Zeitungsverlage stecken: Einerseits sprechen sie von einem gesellschaftlichen Informationsauftrag, andererseits brechen ihnen die Finanzierungsgrundlagen dafür immer stärker einfach weg. Littger macht deshalb fünf Reformvorschläge für das Jahr 2013.

tame – das “Schweizer Taschenmesser für Twitter”? (Reinhardt Neuhold)
Der Dienst tame aus Berlin ist ein ganz spannendes Analysetool für die eigene Twitter-Timeline. So sollen zum Beispiel Journalisten herausfinden können, welche Themen und Artikel gerade besonders diskutiert werden. Reinhardt Neuhold hat mit den Machern gesprochen.

The best of CES 2013 (The Verge)
In Las Vegas tobt gerade die zwanzigste Ausgabe der Consumer Electronics Show, kurz CES. Wer den Überblick behalten will, ist bei den großartigen US-Kollegen von The Verge richtig.

Nokia Confirms It’s Keeping An Open Mind About Using Android In Future. (TechCrunch)
Tja, Microsoft: Auch Nokia schaut sich um. Bisher hat Windows Phone noch nicht sonderlich viel Boden gut machen können gegenüber der (zugegeben beinahe übermächtigen) Konkurrenz von Google und Apple. Nun hat auch der bisher loyalste Partner Microsofts, der finnische Hersteller Nokia, zugegeben: Ja, auch wir behalten uns vor, nicht ewig auf Windows Phone zu setzen. Es wird also immer enger für Microsoft.

Neil Ibata: 15-Jähriger an „Nature“-Studie über Galaxien beteiligt (SPIEGEL Online)
Ein 15-Jähriger aus Straßburg hat während eines Praktikums einfach mal mit ein paar Daten „gespielt“ – und dabei zufällig eine neue Theorie über die Rotation von Galaxien bewiesen. Sachen gibt’s.

Smartbook – Analog ist das neue Digital (Papierbotschaft)
Was wäre, wenn man ein Smartphone in ein Buch packen würde? Marcel-André Casasola Merkle und Agnes Lison haben es für die Süddeutsche Zeitung Edition ausprobiert. Herausgekommen sind 192 Seiten „Smartbook“ für 15 Euro. Schick!

Und zum Schluss noch etwas von Twitter:

Netzrückblick • 25.03.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Gender Pay Gap: Zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt (Mädchenmannschaft)
Frauen bekommen bei gleicher Qualifikation immer noch weniger Geld als Männer, genauer gesagt 8 Prozent weniger (im Durchschnitt). Die genauen Mechanismen und Gründe dafür hat Nadine Lantzsch a.k.a. @lantzschi aufgeschrieben, und dazu auch viele hilfreiche weiterführende Links zusammengetragen. Lesen!

zdf.kultur: So sieht das Programm des Senders aus (DWDL.de)
Der ZDF Theaterkanal war einmal, das neue Kulturflagschiff des ZDF geht am 7. Mai auf Sendung und heißt dann „zdf.kultur“. DWDL.de hat alle Infos zum Programmaufbau.

The Aurora (F!XMBR)

Nordlichter. Einfach wunderschön!

MDR SPUTNIK: Elefantenquälerei als Major Promotion? (RADIOSZENE)
Aus Leipzig stammend habe ich selbst lange Zeit „Sputnik“ gehört. Vom qualitativen Abbau des Programms über die letzten Monate habe ich selbst nur gehört, und nichts direkt davon mitbekommen. Diese geschmacklose Aktion spricht jedoch meiner Meinung nach Bände …

Die Welt mag untergehen – aber die ARD sendet keine Tagesthemen (Ruhrbarone)
Ein Kommentar bei den Ruhrbaronen zur Programmgestaltung des gestrigen Abends im Ersten zur „Echo“-Verleihung, der mir zu gewissen Teilen doch aus dem Herzen spricht.

Das Echo zum Echo: Ina, bleib in Deiner Kneipe (DWDL)
Und noch einmal ein Kommentar zum „Echo“ im Ersten, diesmal jedoch inhaltsbezogen, und ebenso auf meiner Wellenlänge.

Oxford English Dictionary loves ♥ (Nerdcore)
Da soll noch einer sagen, das OED sei angestaubt ;)

Volle Taschen dank AOL: „HuffPo“ kommt nach Europa (kress.de)
Die „Huffington Post“ kommt nach Europa. Ich glaube, da sollten sich gewisse Verleger doch ein Mäntelchen mehr anziehen.

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Netzrückblick • 23.03.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Da ich länger nichts mehr in dieser Kategorie gepostet habe, sind die Artikel diesmal nach Datum geordnet, beginnend mit den ältesten.

NRW muss Zwangsouting beenden (Ruhrbarone)
In nordrhein-westfälischen Gefängnissen müssen HIV-positive Insassen ihren Status ihren Zellengenossen mitteilen – ein unhaltbarer Zustand. Der Artikel ist zwar einen Monat alt, hat aber meines Wissens nach nichts von seiner Aktualität verloren.

Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen (netzpolitik.org)
Wer es noch nicht gesehen hat: Sieben namhafte Medienmenschen sprechen im Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag über Journalismus, Qualität des Journalismus, und die Zukunft des Journalismus. Ziemlich lang, aber sehr spannend!

Die Reifenprüfung (Spreeblick)
Einfach ein wunderbarer Kurzfilm mit einer unerwarteten und sehr witzigen Wendung zum Schluss.

Ich muss passen (G! – gutjahr’s blog)
Richard Gutjahr über das Übel der Passwörter und Nummern, die wir uns an verschiedensten Stellen merken müssen. Ich habe da ja mein System. Aber das verrate ich niemandem ;)

Befragung für Schwule und Lesben mit Kinderwunsch (PRIDE1)
Bitte, so ihr „betroffen“ seid bzw. in die Zielgruppe passt, mitmachen, und der Wissenschaft weiterhelfen. Noch läuft die Befragung!

Übrigens … das musste mal gesagt werden (Spreeblick)

Sehr schönes, aufklärendes und gleichzeitig humoristisches Erklärstück zur AKW-Katastrophe in Japan, das ich hier der Einfachheit halber jetzt mal einbinde …

In Gold We Trust (Computerlove)
Unter dem Titel „The world has changed“ hat Stephane Massa-Bidal berühmte Sprüche und Überschriften neu formuliert, und daraus gleich noch neue (und ziemlich schicke) Plakate gemacht. Sehr beeindruckend!

„Was haben Knopfaugen und Schnitzel gemeinsam?“ (Anke Gröner)
Sehr wahre Passage über Vegetarismus aus dem Text „Das Tier und wir“ für den Tagesspiegel.

Timeline: Proteste in der arabischen Welt (netzpolitik.org)
Der britische Guardian hat die Unruhen in Nordafrika in den letzten Monaten auf sehr eindrucksvolle Weise visualisiert. Toll!

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Netzrückblick • 22.02.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Und ja, ich weiß, dass es heute ziemlich viele Links sind. Aber was kann ich für das tolle Internet?

„Wir können machen, was wir wollen“ (Mediatopia; via Hendryk Schäfer)
„Mit dem Blog “Mein Quartier” ist das Hamburger Abendblatt in den hyperlokalen Journalismus eingestiegen. Journalistikstudentin Caro Ritgen hat Mediatopia erzählt, wie ihr Job als Stadtteilreporterin aussieht.“ Sehr spannendes Interview über ein ziemlich innovatives Projekt. Lokaljournalismus der Zukunft, und so.

„5 Thesen zur Zukunft des Fernsehens (G! – gutjahr’s blog; via CARTA)
Richard Gutjahr wurde einmal als der Prototyp einer neuen Generation von Journalisten beschrieben. Das halte ich für übertrieben, und auch für zu platt. Trotzdem hat er sich einige sehr schlaue Gedanken zur Zukunft des Fernsehens und eigentlich allgemein aller Medien gemacht.

„Ich gestehe“ (SPRENGSATZ; via Hendryk Schäfer)
Michael Spreng hat bei seiner Latein-Abiturprüfung betrogen. Jetzt ist er bereit, sein Reifezeugnis wieder abzugeben …

„Amazon launches Prime instant videos, unlimited streaming for Prime subscribers“ (Engadget)
Bezahlende „Prime“-Kunden von „Amazon“ können in den USA ab sofort Filme ganz legal und kostenlos auf ihrem Computer streamen. Zudem können Filme auch – wie bisher – für drei Tage geliehen oder ganz gekauft werden. Der neue Service ähnelt damit nicht nur „iTunes“ (wo auch deutsche Kunden Filme leihen können) sondern vor allem auch dem nur in den USA verfügbaren Dienst „Netflix“. So, und wann kommt das nun nach Deutschland?

„Volker Pispers: Bis neulich 2010“ (Nerdcore)
Auch wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimme: 45 Minuten, in denen ich viel und herzlich gelacht habe.

Planetarium Bochum – „Wir holen Ihnen die Sterne vom Himmel“ (Der Teilzeitblogger)
Ich war lange nicht mehr im Planetarium, und dieser Text hat mich ermuntert, doch mal wieder eine solche Vorstellung zu besuchen.

„The World Is Obsessed With Facebook“ (Spreeblick)
Sehr nette Infografik-Animation mit toller Musik und vielen spannenden Zahlen rund um Facebook. Henning Bulka likes this.

„Colour Web Clock“ (Spreeblick)
Diese Uhr im Browser verdeutlicht sehr schön die Funktionsweise des hexadezimalen Farbensystems.

Qualithemes.com (via Daniel Fiene/@fiene)
WordPress ist das Content Management System (CMS) meiner Wahl, und zwar für so ziemlich jeden Typ – weil man beinahe alles daraus machen kann! Diese tolle Website, Qualithemes.com, sammelt hochqualitative WordPress-Layouts (das ist der Anspruch), und dabei sind sogar über 50 kostenlose Themes. Ihr bloggt selbst? Unbedingt anschauen, eine tolle Fundgrube!

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Netzrückblick • 17.02.2011

In Zukunft möchte ich an dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage posten – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

„WAZ sollen wir lesen? das zeitungsabo-experiment“ (Hendryk Schäfer)
Mein lieber Herr Freund Hendryk hat für zwei Wochen die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) im Probeabo bezogen, und berichtet nun auf seinem Blog kritisch über seine Erlebnisse und Eindrücke als Leser. Mittlerweile gibt es davon eins, zwei, drei Teile. Unbedingt anschauen!

„Crocodoc Launches Embeddable HTML5 Document Viewer & Annotator“ (Mashable.com)
Die Firma „Crocodoc“ hat einen neuen Dokumenten-Viewer zum Einbetten von PDFs in Websites vorgestellt, der ausschließlich auf den neuen Web-Standard HTML5 setzt. Damit wird die Barrierefreiheit in der Nutzung erhöht, da zum Ansehen der PDFs nur noch ein moderner Browser benötigt wird. Auch iPhone- und iPad-Nutzer können so die PDFs betrachten – sonst sind sie durch die fehlenden Flash-Unterstützung davon ausgeschlossen.

„Homeless People Start Tweeting in New Awareness Initiative“ (Mashable.com, via Luca Hammer)
Vier New Yorker Obdachlose haben im Rahmen einer Bewusstseins-Kampagne (ich weiß, furchtbare Übersetzung von „awareness campaign“) jede_r ein eigenes Prepaid-Handy bekommen, und twittern nun über ihre Erlebnisse auf der Straße. Spannend!

„Am besten die Zukunft verbieten“ (JakBlog)
Christian Jakubetz macht sich (mal wieder) Gedanken über die Unsinnigkeit und die Weltfremdheit in der Argumentation der Verlage, die zwar einerseits auf ein Leistungsschutzrecht pochen, andererseits aber gegen das Regeldiktat von Apple Sturm laufen. Sehr kluge Zeilen von Herrn Jakubetz, die ich denke ich auch so unterschreiben würde.

„Und dann war sie stumm“ (Mädchenmannschaft)
Nachdenklicher Text über die – wortwörtlich – „schweigende Minderheit“ türkischer und arabisch-stämmiger Frauen in Deutschland.

„i think Apple is affecting children’s grammar“ (TUAW)
Ein Grundschullehrer in den USA erlebt, dass immer mehr Kinder das Personalpronomen „I“ (= „ich“) klein schreiben, und es gibt Anzeichen dafür, dass das an den Produkten von Apple liegen könnte. Das ist doch ganz schön gruselig.

„lakepaper »BRIEF made in Germany«“ (PAPIERBOTSCHAFT)
Schickes Briefpapier, made in Germany!

DerWesten Rechercheblog (via Ruhrbarone)
„DerWesten“, das Online-Portal der WAZ-Mediengruppe, hat heute ein sogenanntes „Rechercheblog“ gestartet, in dem aktuelle Geschichten und Themen, an dem das Ressort „Recherche“ arbeitet, veröffentlicht werden sollen. Mal sehen, was daraus wird. Ich bin gespannt.

Handelsblatt.com
Das Handelsblatt hat ein Facelifting erhalten. Das Layout ist jetzt breiter (was gerade auf kleineren Bildschirm störend wirken wird) und eine große, dicke Werbung ist das erste, was Leser_innen auf der Seite zu sehen bekommen. Ansonsten ist das Design aber echt schick geworden!

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.