Schlagwort: Japan

Netzrückblick • 23.03.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Da ich länger nichts mehr in dieser Kategorie gepostet habe, sind die Artikel diesmal nach Datum geordnet, beginnend mit den ältesten.

NRW muss Zwangsouting beenden (Ruhrbarone)
In nordrhein-westfälischen Gefängnissen müssen HIV-positive Insassen ihren Status ihren Zellengenossen mitteilen – ein unhaltbarer Zustand. Der Artikel ist zwar einen Monat alt, hat aber meines Wissens nach nichts von seiner Aktualität verloren.

Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen (netzpolitik.org)
Wer es noch nicht gesehen hat: Sieben namhafte Medienmenschen sprechen im Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag über Journalismus, Qualität des Journalismus, und die Zukunft des Journalismus. Ziemlich lang, aber sehr spannend!

Die Reifenprüfung (Spreeblick)
Einfach ein wunderbarer Kurzfilm mit einer unerwarteten und sehr witzigen Wendung zum Schluss.

Ich muss passen (G! – gutjahr’s blog)
Richard Gutjahr über das Übel der Passwörter und Nummern, die wir uns an verschiedensten Stellen merken müssen. Ich habe da ja mein System. Aber das verrate ich niemandem ;)

Befragung für Schwule und Lesben mit Kinderwunsch (PRIDE1)
Bitte, so ihr „betroffen“ seid bzw. in die Zielgruppe passt, mitmachen, und der Wissenschaft weiterhelfen. Noch läuft die Befragung!

Übrigens … das musste mal gesagt werden (Spreeblick)

Sehr schönes, aufklärendes und gleichzeitig humoristisches Erklärstück zur AKW-Katastrophe in Japan, das ich hier der Einfachheit halber jetzt mal einbinde …

In Gold We Trust (Computerlove)
Unter dem Titel „The world has changed“ hat Stephane Massa-Bidal berühmte Sprüche und Überschriften neu formuliert, und daraus gleich noch neue (und ziemlich schicke) Plakate gemacht. Sehr beeindruckend!

„Was haben Knopfaugen und Schnitzel gemeinsam?“ (Anke Gröner)
Sehr wahre Passage über Vegetarismus aus dem Text „Das Tier und wir“ für den Tagesspiegel.

Timeline: Proteste in der arabischen Welt (netzpolitik.org)
Der britische Guardian hat die Unruhen in Nordafrika in den letzten Monaten auf sehr eindrucksvolle Weise visualisiert. Toll!

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Laser-WLAN!


Grafik von Gisela Giardino (CC-Lizenz)

Nach dem Internet-Wecker folgt jetzt eine weitere bahnbrechende Entdeckung meinerseits: das Laser-WLAN! Ja, richtig gehört, Forscher aus Italien und Japan haben den bisherigen Rekord für die schnellste drahtlose Netzwerkverbindung gebrochen, und zwar mit einer Technologie, die sich auf ein System von Linsen und Licht stützt, ähnlich wie ein Teleskop, so Professor Ciaramella von der Elite-Hochschule Sant’Anna in Pisa gegenüber dem Corriere della Sera.

PISA – Der Weltrekord wurde um vier Uhr morgens am Dienstag, dem 5. September aufgestellt. Das Szenario des Unterfangens: die Dächer zweier Gebäude rund um das Nationale Forschungszentrum von Pisa (C.N.R. Pisa) im Cisanello-Viertel. Hier haben italienische Forscher der Hochschule Sant’Anna in Pisa und Japaner von der Waseda University und dem National Institute of Information and communication technology in Tokyo, zum ersten Mal in der Geschichte der Telekommunikation, Daten über eine kabellose Verbindung mit einer Geschwindigkeit von 1,2 Terabit/s, also 1200 Milliarden Bit/s, übertragen. Der vorherige Rekord, aufgestellt in Korea, hatte gerade so eine Geschwindigkeit erreicht, die zehnmal niedriger war, als der Rekord von Pisa.

Frei übersetzt aus dem Italienischen von meiner einer mir selbst. | Originaltext

Ich finde einfach, dass das WOOOW ist. Einfach nur WOOOOOW. Wie Tim Stevens von Engadget so schön dazu schreibt:

[…] 1,2 TBit/s, mehr als genug, um die gesammelten Werke von Kurosawa [jap. Regisseur] schneller zu übertragen, als dass man „Yojimbo“ sagen kann.

Sonderlich praktisch ist die Technik aber noch nicht, schließlich kann ein Laser keine Wand durchdringen, es sei denn er ist so stark, dass er selbige zerstört. Aber das wollen wir ja nicht. Phänomenal ist der Weltrekord aber allemal!

[via Engadget]