Schlagwort: Gettorf

Umbruch

Straßenmusiker
Junge Straßenmusiker in der Leipziger Innenstadt

Tja. Nun ist es vorbei, mein FÖJ. In Zeiten vieler Umbrüche, an vielerlei Stellen. In Zeiten, zu denen ich Neuland betrete, an mehreren Fronten gleichzeitig. Aber so ist das nunmal mit diesem Leben. Dings.

Am Freitag Abend bin ich zusammen mit Martin etwas überraschend und verfrüht (aus… Gründen!) von Revensdorf aus gestartet und kurz nach 5 Uhr morgens in Leipzig angekommen. Nach einiger Tragerei und Schlaferei und sowieso etwas Zeit bin ich nun dabei, mich wieder in Leipzig einzuleben. Schön ist es hier, das muss ich einfach so sagen.

Heute Nachmittag war ich in der Leipziger City, einfach, um ein bisschen Stadtluft zu schnuppern und den Moment der Ankunft richtig schön lang auszukosten. Natürlich konnte ich es dabei auch nicht lassen, etwas Geld auszugeben.

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Ja, diese tollen Bücher habe ich mir gekauft. Und zwar in der grenzgenialen Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Speck’s Hof. Falls ihr mal das schöne Leipzig besucht, und falls ihr Bücher und vor allem englischsprachige Bücher mögt, solltet ihr dort hingehen. Ja, das war mein Nachmittag. Dabei habe ich auch noch diese beiden schnuckligen Straßenmusikanten da oben gesehen. Die haben auch echt toll gespielt, muss ich ja sagen. Hach großartig.

Jetzt bleibt noch eine Frage offen: Wie nenne ich dieses Blog in Zukunft? Schließlich lebe ich nicht mehr „nördlich vom kanal“. Ich dachte ja an so etwas wie „zwischen den städten“ oder „zwischen den ländern“. Immerhin ziehe ich Ende September/Anfang Oktober nach Würzburg. Jaha! Falls ihr es noch nicht wusstet: Ich studiere ab Oktober Anglistik & Amerikanistik (im Hauptfach) und Political and Social Studies (im Nebenfach) an der Julius-Maximilans-Universität Würzburg. Und dazu würde das ja passen. Von Kiel/Schleswig-Holstein über Leipzig/Sachsen nach Würzburg/Bayern bzw. Franken (ja, ich weiß!!!).

Aber falls ihr einen besseren Vorschlag habt: immer her damit! Soweit herzlichste Grüße aus Leipzig. Ick froi mir! Über alles! *knuff*

Kattas und Kängurus im Tierpark Gettorf

Da ich dieses Wochenende mal wieder in Hamburg weile, werde ich wahrscheinlich nicht dazu kommen, all die spannenden Dinge hier zu posten, die ich der Welt mitteilen wollte. Doof gelaufen.

Dafür dürft ihr euch hier ein Video ansehen, das ich ursprünglich für die Eröffnung des neuen i-Punkt-Natureums des Fördervereins zusammengestellt habe. Das Material stammt aber eigentlich aus meinen FÖJ-Projekt-Bestrebungen, das Aufwachsen der Jungtiere bei unseren Totenkopfaffen filmisch zu dokumentieren. Daraus wurde letztendlich nichts, mehr dazu in Bälde.

Trotzdem möchte ich dieses kleine Video mit euch teilen, denn es sind nicht nur wirklich schöne Bilder von unseren öffentlichen Fütterungen im Sommer, sondern zugleich ein kleiner Ausblick auf das, was da bald kommt, und sich im allgemeinen Sprachgebrauch als „Sommer“ durchgesetzt hat.

Viele Spaß und man liest sich!

Ein Brief an meine Wahlkreisabgeordnete

Sehr geehrte Frau Eisenberg,

mein Name ist Henning Bulka, ich bin 18 Jahre alt und leiste im Moment ein Freiwilliges Ökologisches Jahr statt Zivildienst im Tierpark Gettorf. Da ich für diese Zeit in Revensdorf/Lindau wohne, sind Sie die für meinen Wahlkreis zuständige Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Und aus diesem Grund schreibe ich Ihnen heute.


Foto von Freiheit statt Angst Berlin 2008 (CC-Lizenz)

In den letzten Tagen war es eines der großen Themen in Medien und Gesprächen auf der Straße: das vom Bundestag beschlossene BKA-Gesetz. Und um ehrlich zu sein, immer wenn ich von den möglichen Auswirkungen des Gesetzes auf die unsere Privatsphäre lese, rollen sich mir, gelinde gesagt, die Fußnägel hoch. Ich kann nicht nachvollziehen, wie so ein absolut untragbarer Gesetzesentwurf überhaupt zur Abstimmung im Bundestag kommen konnte.

Schon allein die Aufnahme der Online-Durchsuchung in das Arsenal der Ermittlungsmethoden des BKA ist bei näherer Betrachtung unhaltbar. Mit nur ein wenig Grundwissen in Beziehung auf die Funktionsweise von Computern, vor allem auf das Betriebssystem, sollte allen Beteiligten klar sein, dass so eine Online-Durchsuchung überhaupt nichts bringt, denn: es ist beispielsweise möglich, einen Computer zu betreiben, sogar ins Internet zu gehen, ohne aber das auf der Festplatte installierte Betriebssystem (z. B. Windows o. Ä.) zu nutzen. Denn heutige Computer können auch von einer schreibgeschützten CD-ROM aus gestartet werden, z. B. über die Linux-Version Knoppix. Die Online-Durchsuchung wie sie im Gesetzesentwurf vorgeschlagen wird, greift aber nur, wenn der entsprechende Computer vom auf der Festplatte installierten System gestartet wird, da nur dann das von den Ermittlern installierte Überwachungsprogramm automatisch gestartet wird. Ich selbst habe schon einmal meinen Computer von CD aus betrieben, und glauben Sie mir: es ist weder kompliziert noch sonderlich unbequem in der Nutzung. Terroristen, denen man die Planung und logistische Organisation eines Anschlags vom Zuschnitt des 11. September 2001 zutraut, sollte man auch zutrauen, dass sie auf solche kinderleichten Schutzmethoden zurückgreifen, um mögliche Online-Ermittlungen zu verhindern. Was bedeutet das im Klartext? Die vorgeschlagene Online-Durchsuchung bietet, wenn überhaupt, nur eine lachhafte Maßnahme gegen mögliche Anschläge in der Zukunft. Für uns als Bürger bedeutet es aber, dass wir letztendlich ständig Gefahr laufen, vielleicht sogar ungewollt oder aus einem dummen Zufall heraus, vom BKA auch ohne richterliche Genehmigung über das Internet ausspioniert zu werden. Sicher, das ist nicht der Grund, warum das Gesetz so formuliert wurde, aber ganz klar lässt es genau diese Situation zu.

Dass der Datenschutzbeauftragte des BKA die Durchsicht intimer Daten beaufsichtigen soll, kann zudem nicht ernst gemeint sein. Erstens ist zu sagen, dass sich auf keinem Computer, wie in Artikel 7 BKA-Gesetz formuliert wird, „allein“ intime Daten befinden. Sollte dies der Fall sein, dürfte die Online-Durchsuchung in diesem Moment nicht angewendet werden. Aber da es sich hierbei um eine utopische Formulierung handelt, ist demnach auch die Verhinderung der Online-Durchsuchung aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nach dem aktuellen Gesetzesentwurf eine Utopie. Zweitens, um auf den eingesetzten Datenschützer des BKA zurückzukommen – ein Autor der Süddeutschen Zeitung formulierte vor einigen Tagen in etwa:

Diese Regelung zur Selbstregulierung ist ein Hohn auf die Bürgerrechte. Das ist in etwa so, als wenn man eine Gruppe trockene Alkoholiker in einen Spirituosenladen stellt und ihnen dann mit gehobenem Zeigefinger erklärt, sie sollten nichts davon trinken.

Meiner Meinung nach ein sehr treffender Vergleich.

Abschließend kann man zur Online-Durchsuchung sagen: der Nutzen für ernsthafte Ermittlungen ist gleich null, die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte von uns als Bürgern ist aber immens.


Foto von Freiheit statt Angst Berlin 2008 (CC-Lizenz)

Andere für mich unhaltbare Punkte im neuen BKA-Gesetz möchte ich nur kurz anschneiden: ein Bundeskriminalamt, das sich sozusagen aussuchen kann, ob es für einen Fall zuständig ist oder nicht, führt dazu, dass ziemlich bald die mögliche Situation besteht, dass Innenminister Schäubles Ministerium letztlich für so ziemlich alles zuständig ist, wofür es sich gerade interessiert. Des weiteren soll der Informantenschutz stark eingeschränkt werden, das Zeugnisverweigerungsrecht für Journalisten, Ärzte und Rechtsanwälte soll sozusagen nicht mehr gelten, und auch diese eigentlich durch Gesetze zu schützenden Berufsgruppen wären evtl. von den neuen Beschattungsmöglichkeiten betroffen. All das trifft bei mir auf Unverständnis und lässt mich ganz ehrlich an unserer Demokratie zweifeln – es sei denn, und damit komme ich wieder auf Sie, Frau Eisenberg, zurück, der Bundesrat lehnt das BKA-Gesetz im derzeitigen Entwurf ab. Die Chancen dafür stehen gut, ich weiß. Angekurbelt durch die Jusos in Sachsen entwickelt sich vermehrt Widerstand in den Länderparlamenten von Seiten der SPD, unter anderem auch in Schleswig-Holstein.

Ich weiß nicht, wie Sie sich in der Vergangenheit zum neuen BKA-Gesetz positioniert haben, aber, ich möchte Sie als Bürger Ihres Wahlkreises, aber noch viel mehr als Bürger, der in dieser demokratischen Gesellschaft lebt, dazu auffordern, sich im Landtag gegen das neue BKA-Gesetz auszusprechen und dagegen zu stimmen. Zum Schluss möchte ich noch einmal die Süddeutsche Zeitung zitieren, die mir bei diesem Thema wirklich aus der Seele spricht, diesmal aus einem Kommentar von Heribert Prantl am 18. November 2008:

Jeder, der dafür sorgt, dass das BKA-Gesetz in der vorliegenden Fassung scheitert, begeht eine gute Tat. Er schafft die Voraussetzung dafür, dass die Vorschriften im Vermittlungsausschuss generalüberholt werden können. Wer im Bundesrat gegen das BKA-Gesetz stimmt, macht sich verdient um den Rechtsstaat. Und er bringt dem Grundgesetz ein schönes Geschenk zum sechzigsten Jubiläum.

In diesem Sinne bitte ich Sie noch einmal inständig, meine Bitte zu erhören und wünsche Ihnen des weiteren alles Gute für Ihre weitere politische Laufbahn.

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Bulka

Ruhe


Lake Tahoe, CA, USA | Foto von Vijay (CC-Lizenz)

Heute ist so einer der Tage, die nicht richtig in die Gänge kommen. Eigentlich habe ich das Gefühl, es seien noch viele Dinge zu tun, aber die meisten davon sind entweder 1. gerade nicht zur Bearbeitung freigegeben (sprich die erste Lackschicht ist z. B. bei einigen Brettern noch nicht getrocknet) oder es sind 2. so große Projekte, dass ich sie ohne Hilfe jetzt gar nicht beginnen kann oder es sind 3. Dinge, für die ich organisatorische Hilfe brauche, z. B. bei der Erneuerung von Schildern, da weiß ich nicht wo hier auf dem Tierpark-PC die Originaldateien liegen.

Das alles zusammen führt dazu, dass ich heute nach einiger Arbeit, die aber schnell erledigt war, etwas tatenlos rumsitze und nicht wirklich etwas mit mir anzufangen weiß. Schlussendlich kann ich nicht einmal einige wichtige Telefongespräche führen, da aus unerfindlichen Gründen im gesamten Ort die Leitungen nach Kiel nicht funktionieren. Horse shit that is.

Nun denn, ich hoffe, ihr habt einen erfahrungsreicheren Tag! ;)

Werkelei fürs Web

Wie ich ja schon geschrieben habe, arbeite ich im Moment als FÖJler für den Förderverein des Tierparks Gettorf. Und einer meiner Aufgabenbereiche ist dabei die Betreuung der Website, was in diesem Fall aber eher in „komplette Neugestaltung der Website“ umbenannt werden sollte. Denn genau damit bin ich gerade beschäftigt.

Oben seht ihr den derzeitigen Stand der Design-Entwicklungen, die Inhalte sind noch so gut wie gar nicht aktualisiert. Hach, was ist das ein Spaß! Aber eigentlich mach ich’s dann doch wieder ganz gerne ;)

UPDATE:
Juhu! Das Design ist fertig! YIPPIEEH!!! :D