Schlagwort: gender nonconforming behaviour

Die Gender-Sache & Jungs mit Barbies


Foto von Meringue Bake Shop (CC BY-ND 2.0)

In den letzten Jahren ist für mich – auch in der Beschäftigung mit mir selbst – das große Thema der Geschlechter immer stärker in den Fokus geraten. Wie viel von uns ist wirklich durch unsere Gene naturgegeben? Und wie viel davon ist eigentlich doch von der abstrakten Ebene der „Gesellschaft“ geprägt, also zum Beispiel dadurch, wie wir aufgewachsen sind und wie wir erzogen wurden? Können Frauen also wirklich schlechter einparken? Und, selbst wenn es so sein sollte – können sie das vielleicht nur deshalb so schlecht, weil es „die Gesellschaft“ so vorgibt?

All das fällt wohl am ehesten unter den Begriff der gender studies – ein Gebiet, das mich immer mehr reizt, weshalb ich zum Beispiel auch den entsprechenden Master-Studiengang an der Ruhr-Universität Bochum für sehr spannend halte.

Dazu lese ich beispielsweise auch vermehrt Texte der Mädchenmannschaft (gaaanz grob gesagt ein Feministinnen-Blog) oder solche, die die großartige lantzschi auf Twitter verlinkt. Es verstärkt sich bei mir einfach immer mehr das Gefühl, dass ich an dieser Stelle noch viel lernen kann, sollte und auch will. Auf das es mir gelingen möge!

Nun aber der eigentliche Aufhänger dieses etwas konfusen Beitrags: ein Artikel in der New York Times, den ich heute zufällig über Twitter entdeckte. Darin geht es um Kinder, die aufwachsen, und sich dabei nicht so verhalten, wie man es „normalerweise“ ihrem Geschlecht entsprechend erwarten würde. Da spielen Jungs mit Barbies, da lassen sich Mädchen die Haare radikal abschneiden, und da lackiert eine Mutter ihrem Sohn die Fußnägel pink – weil er sich das wünscht und es ihm Spaß macht. Gender nonconforming behavior heißt sich der (meiner Meinung nach etwas seltsame aber doch auch irgendwie zutreffende) wissenschaftliche Begriff dafür – ein Phänomen, das der Artikel „Boys Will Be Boys? Not in These Families.“ glaube ich ziemlich gut vorstellt.

Die einleitenden Absätze habe ich an dieser Stelle mit in diesen Beitrag gepackt, mehr gibt’s auf den Seiten der New York Times.

A 3 ½-year-old named Harry was playing at home in Los Angeles recently when his father walked in with a Target shopping bag. Inside was a special gift for the little boy: a sparkly princess Barbie doll.

“You could hear the gasp of excitement,” recounted Harry’s mother, Lee. “It just made his whole world.”

A year ago, Harry found Barbies abandoned by his two older sisters. He makes sure they are properly outfitted and worshipped regularly. The girls’ cast-off dress-up clothes have become his go-to outfits. And when he arrives at preschool each morning, he selects a dress from the costume box and wears it through recess, even as he scrambles on the jungle gym.

At first, Harry’s father had a hard time watching his son twirl around in princess wear. But his gift of the Barbie symbolized acceptance; Harry’s joyous gasp indicated that the little boy intuitively understood. “We are following his lead and supporting him for who he wants to be,” said Lee, who, like other parents interviewed for this article, did not want to be fully identified in order to protect their children.

For generations, parents who saw their toddler boys put on tutus or play with dolls would either ignore the behavior as a phase, or reflexively repress it. But in recent years, more parents have chosen the approach taken by Harry’s mother and father. Rather than looking away, they are trying to understand their toddler’s unconventional gender behavior, in order to support it and prepare for what they fear could be a life of challenges.

[…]

Den gesamten Text findet ihr bei der New York Times.