Schlagwort: Bücher

Netzrückblick • 11.01.2013

In meinen – mehr oder weniger regelmäßigen – Netzrückblicken teile ich Artikel und Links aus Twitter, Facebook oder Google Reader, von denen es schade wäre, wenn sie einfach so im Nirvana verschwinden würden.

  • 60 Kilogramm Fleisch isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr, sagt zumindest der am 10. Januar vorgestellte Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung, des BUND und der Le Monde diplomatique. Damit belegen die Deutschen einen internationalen Spitzenplatz – mit enormen Folgen für die Umwelt.
    Links: Futtern und die globalen Folgen (Deutschlandfunk) und Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel (BUND)
  • Google bekommt offensichtlich wesentlich stärkeren Druck von der EU-Kommission als bisher angenommen. Konkret geht es um die Beeinflussung von Suchergebnissen, so EU-Wettbewerbskomissar Joaqiun Almunia.
    Link: European Commission May Force Google To Change How It Presents Its Search Results (TechCrunch)
  • Foursquare könnte nicht mehr lange zu leben haben – das berichtet zumindest ein Analyst aus Investorenkreisen. Die Geldgeber haben anscheinend so langsam keine Lust mehr, das Unternehmen mit immer neuem Geld zu unterstützen, denn wirklich Fortschritte scheint der Dienst bei der Nutzerakzeptanz nicht zu machen.
    Link: ANALYST: ‚Foursquare Will Fail By The End Of 2013‘ (Business Insider)
  • Watchblogs sind spätestens seit dem BILDblog stark ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, weil sie den Finger in die Wunde legen. Nun gibt es auch ein Wacthblog fürs Radio: Radiowatcher. Das Blog ist damit nach der Initiative Fair Radio die zweite Anlaufstelle im Netz, wenn es um unlautere Methoden von Radiomachern geht
    Link: Radiowatcher
  • Google ist gerade dabei, Millionen von Büchern aus aller Welt in eine digitale Bibliothek zu scannen. Das klingt einerseits phantastisch – doch verlieren wir so nicht die Kontrolle über unser kulturelles Erbe? Eine Dokumentation beleuchtet nun die Kontroverse um Googles Mega-Bibliothek:
     
    [youtube http://www.youtube.com/watch?v=1vxIveocxjM?rel=0&w=560&h=315]
  • Von unterwegs berichten ist eine der größeren Herausforderungen für Journalisten und Blogger. Richard Gutjahr hat jetzt seine Werkzeuge für einfache und qualitativ hochwertige mobile Berichterstattung vorgestellt.
    Link: Travel-Tools für Blogger & Journalisten 2013k (G! gutjahrs blog)
  • Öffentliche WLANs sind unsicher, das wissen mittlerweile die meisten. Um Bankgeschäfte oder auch nur E-Mails sicher abwickeln zu können, braucht man daher einen meist kostenpflichtigen VPN, also einem sicheren Kanal, über den die Daten verschlüsselt werden. Eine Alternative soll künftig iTwin Connect bieten – ein VPN-USB-Stick, der jetzt auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde.
    Link: The iTwin Connect Plugs Into Your Laptop To Create A Personal VPN That Nobody Can Crack (TechCrunch)
  • Wenn Menschen auf ihr Smartphone blicken, vergessen sie oft die Welt um sich herum. Das führte in der Vergangenheit häufiger zu Beulen beim Gegen-die-Laterne-laufen. Ein Tumblelog dokumentiert nun die „Menschen, die auf ihr Smartphone starren“.
    Link: Menschen, die auf Smartphones starren (Wall Street Journal Blogs)
    (via Anne Hemmes)
  • Android-Nutzer können ab sofort neue Chrome-Funktionen noch vor der offiziellen Veröffentlichung testen, denn: Google bietet ab sofort eine Beta-Variante von Chrome für Android an.
    Link: Test drive new Chrome for Android features early with Google’s new beta channel (The Verge)
  • Tweetdeck, einer von zwei offiziellen Twitter-Clients, hat ein Update für den Mac erhalten. So können Nutzer jetzt direkt aus der App Einbett-Codes für Tweets erstellen.
    Link: Tweetdeck For Mac Catches Up With Chrome (TechCrunch)

P.S.: Ich habe mal ein bisschen am Layout für den Netzrückblick gebastelt. Gefällt euch das in dieser Liste und mit den hervorgehobenen Schlagwörtern besser als vorher?

Netzrückblick • 09.01.2013

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal einen Netzrückblick hier im Blog veröffentlicht habe – genauer gesagt knapp zwei Jahre. Es wäre doch aber schade, wenn die von mir gelesenen und für lesenswert befundenen Artikel aus Twitter, Facebook oder Google Reader einfach so im Nirvana verschwinden würden. Deshalb, einfach mal wieder so, weil mir danach ist: Hier sind meine Link-Highlights der letzten Woche.

Ein Männermagazin. Für Väter. (Thomas Gigold)
Warum gibt es eigentlich kein Magazin von Vätern und denen die es (nicht) sein wollen für Väter und die, die es (nicht) sein wollen? Das hat sich auch Thomas Gigold gefragt – und will die Idee nun in die Tat umsetzen.

Belgian media planning shared digital content passport (paidContent)
Während hierzulande noch alle rätseln, wie denn Bezahlvarianten für die Online-Portale der Verlage funktionieren könnten, machen die Verlagshäuser in Belgien (und auch Tschechien) einfach Nägel mit Köpfen, und schließen sich unter einem Dach zusammen. Spannend!

How Twitter Gets In The Way Of Knowledge (Buzzfeed)
Was auf Twitter geschrieben wird, wird mit zunehmender Nutzerzahl zu einem immer wertvolleren Archiv für Sprachwissenschaftler. Denn: Hier können sie Alltagssprache analysieren und bestimmte Sprachphänomene auf einer Basis von Millionen von Nutzern auswerten. Beziehungsweise: Sie könnten. Denn Twitter schränkt den Zugriff auf seine Datenbanken stark ein. Eine Problemanalyse gibt’s bei Buzzfeed.

… und dann war ich plötzlich im Radio. (Hendryk Schäfer)
Mein Freund war im Radio, weil er die WAZ getestet hat. Interviewt hat ihn der liebe Kollege Daniel Fiene für „Töne, Texte, Bilder“, das WDR 5 Medienmagazin. Ich hatte übrigens auch meinen Anteil an dem Beitrag. Kleiner Tipp: Ich habe mit vielen Menschen gesprochen …

Microlives (Andrew Sullivan: The Dish)
Zwei Stunden sitzen kosten einen eine halbe Stunde Lebenszeit. 1,25 Fruchtmahlzeiten bringen dafür eine halbe Stunde mehr Lebenszeit. Zumindest, wenn man den Berechnungen des Forschers David Spiegelhalter glaubt.

1993 was a good year for music (The Verge)
Spotify & Co. sind nicht nur toll, um Musik zu hören, sondern auch, um Musik zu entdecken. Meine Lieblings-Tech-Seite hat anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Technikmesse CES einfach mal die eigenen Leser nach ihren Musikhighlights 1993 befragt. Herausgekommen ist eine tolle Playlist mit vielen Erinnerungen.

Gemeinnützigkeit als ruinöses Geschäftsprinzip (VOCER)
Peter Littger analysiert das Dilemma, in dem die deutschen Zeitungsverlage stecken: Einerseits sprechen sie von einem gesellschaftlichen Informationsauftrag, andererseits brechen ihnen die Finanzierungsgrundlagen dafür immer stärker einfach weg. Littger macht deshalb fünf Reformvorschläge für das Jahr 2013.

tame – das “Schweizer Taschenmesser für Twitter”? (Reinhardt Neuhold)
Der Dienst tame aus Berlin ist ein ganz spannendes Analysetool für die eigene Twitter-Timeline. So sollen zum Beispiel Journalisten herausfinden können, welche Themen und Artikel gerade besonders diskutiert werden. Reinhardt Neuhold hat mit den Machern gesprochen.

The best of CES 2013 (The Verge)
In Las Vegas tobt gerade die zwanzigste Ausgabe der Consumer Electronics Show, kurz CES. Wer den Überblick behalten will, ist bei den großartigen US-Kollegen von The Verge richtig.

Nokia Confirms It’s Keeping An Open Mind About Using Android In Future. (TechCrunch)
Tja, Microsoft: Auch Nokia schaut sich um. Bisher hat Windows Phone noch nicht sonderlich viel Boden gut machen können gegenüber der (zugegeben beinahe übermächtigen) Konkurrenz von Google und Apple. Nun hat auch der bisher loyalste Partner Microsofts, der finnische Hersteller Nokia, zugegeben: Ja, auch wir behalten uns vor, nicht ewig auf Windows Phone zu setzen. Es wird also immer enger für Microsoft.

Neil Ibata: 15-Jähriger an „Nature“-Studie über Galaxien beteiligt (SPIEGEL Online)
Ein 15-Jähriger aus Straßburg hat während eines Praktikums einfach mal mit ein paar Daten „gespielt“ – und dabei zufällig eine neue Theorie über die Rotation von Galaxien bewiesen. Sachen gibt’s.

Smartbook – Analog ist das neue Digital (Papierbotschaft)
Was wäre, wenn man ein Smartphone in ein Buch packen würde? Marcel-André Casasola Merkle und Agnes Lison haben es für die Süddeutsche Zeitung Edition ausprobiert. Herausgekommen sind 192 Seiten „Smartbook“ für 15 Euro. Schick!

Und zum Schluss noch etwas von Twitter:

Umbruch

Straßenmusiker
Junge Straßenmusiker in der Leipziger Innenstadt

Tja. Nun ist es vorbei, mein FÖJ. In Zeiten vieler Umbrüche, an vielerlei Stellen. In Zeiten, zu denen ich Neuland betrete, an mehreren Fronten gleichzeitig. Aber so ist das nunmal mit diesem Leben. Dings.

Am Freitag Abend bin ich zusammen mit Martin etwas überraschend und verfrüht (aus… Gründen!) von Revensdorf aus gestartet und kurz nach 5 Uhr morgens in Leipzig angekommen. Nach einiger Tragerei und Schlaferei und sowieso etwas Zeit bin ich nun dabei, mich wieder in Leipzig einzuleben. Schön ist es hier, das muss ich einfach so sagen.

Heute Nachmittag war ich in der Leipziger City, einfach, um ein bisschen Stadtluft zu schnuppern und den Moment der Ankunft richtig schön lang auszukosten. Natürlich konnte ich es dabei auch nicht lassen, etwas Geld auszugeben.

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Ja, diese tollen Bücher habe ich mir gekauft. Und zwar in der grenzgenialen Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Speck’s Hof. Falls ihr mal das schöne Leipzig besucht, und falls ihr Bücher und vor allem englischsprachige Bücher mögt, solltet ihr dort hingehen. Ja, das war mein Nachmittag. Dabei habe ich auch noch diese beiden schnuckligen Straßenmusikanten da oben gesehen. Die haben auch echt toll gespielt, muss ich ja sagen. Hach großartig.

Jetzt bleibt noch eine Frage offen: Wie nenne ich dieses Blog in Zukunft? Schließlich lebe ich nicht mehr „nördlich vom kanal“. Ich dachte ja an so etwas wie „zwischen den städten“ oder „zwischen den ländern“. Immerhin ziehe ich Ende September/Anfang Oktober nach Würzburg. Jaha! Falls ihr es noch nicht wusstet: Ich studiere ab Oktober Anglistik & Amerikanistik (im Hauptfach) und Political and Social Studies (im Nebenfach) an der Julius-Maximilans-Universität Würzburg. Und dazu würde das ja passen. Von Kiel/Schleswig-Holstein über Leipzig/Sachsen nach Würzburg/Bayern bzw. Franken (ja, ich weiß!!!).

Aber falls ihr einen besseren Vorschlag habt: immer her damit! Soweit herzlichste Grüße aus Leipzig. Ick froi mir! Über alles! *knuff*