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Max Prosa. Die Phantasie wird siegen.


Max Prosa | Foto: Sandra Ludewig

Zum Sonntag möchte ich ein bisschen Musik empfehlen. Max Prosa ist 21 Jahre alt und kommt aus Berlin. Mit 17 hat er sein Abi gemacht, hat danach angefangen Physik und Philosophie zu studieren, das dann aber schnell sein gelassen. Dafür hat er Musik gemacht, und jetzt ist ihm mit seinem Album „Die Phantasie wird siegen“ der erste ganz große Wurf gelungen.

Schon im November trat er bei Inas Nacht auf, und bereits ab diesem Zeitpunkt hatte er mich verzaubert: mit eingängigen, verträumten Melodien und wahrlich poetischen Texten, kombiniert mit einer Leichtigkeit und Lebenslust, die trotz alledem auch immer ein wenig melancholisch wirkt.

„Wenn ich könnt’ flög’ ich davon, mit meinen Flügeln aus Beton
und wär die Schwerkraft nicht, dann fänd ich dich.
Wo auch immer du jetzt bist und mich auf deine Art vermisst.“

Vorgestern ist nun also das Debütalbum von Max Prosa Die Phantasie wird siegen [Amazon-Partnerlink] erschienen, und damit ist er auch auf Tour quer durch Deutschland unterwegs. Die Termine gibt’s auf seiner wirklich sehr schicken und gelungenen Website – mit Blog!

Ich geh‘ jetzt weiter Max Prosa hören – und verneige mich vor einem tollen, jungen Künstler, ohne Schmalz und dafür mit ganz viel Tiefe.

Ich bin ein Fan. Danke, Max!

Kettcar: Schrilles, buntes Hamburg.


Hamburg, St. Pauli. Foto: Amanda Vincent-Rous

Zugegeben: Ich bin kein wirklicher Kenner der Musik von Kettcar. Das Lied, das mir von der Hamburger Band wohl noch am ehesten im Kopf ist – dafür aber dann auch so richtig – ist Deiche, mittlerweile auch schon wieder fast sieben Jahre alt. Hämmerndes Schlagzeug, dröhnende Gitarren, und dazu dieser Text:

Deiche brechen richtig
oder eben nicht.

Nach dem dazugehörigen Album „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ kam zwar drei Jahre später noch „Sylt“ heraus – davon habe ich persönlich aber irgendwie wenig mitbekommen. Ich weiß, shame on me.

Nun bin ich heute Abend aber wieder aufmerksam geworden auf Kettcar, durch dieses Video zum zweiten Vorabsong ihres neuen Albums:

Diesmal hat mich vor allem der eigenwillige Mix aus Bildern, Musik und Text gefangen genommen, der zwar zunächst augenscheinlich nicht passen mag – aber am letztlich eben doch „einfach nur“ das Gefühl von Hamburg abbildet, das ich immer wieder als ein tiefes Fernweh spüre, wenn ich an den Norden Deutschlands denke, der ja doch auch irgendwie ein Teil Heimat von mir ist.

Es muss immer alles komplett verwertet werden
wenn es komplett verwertet werden kann.

Ich bin also sehr gespannt auf Zwischen Den Runden [Amazon-Partnerlink], welches am 10. Februar erscheint.

Und nach Hamburg fahren muss ich dieses Jahr auch mal wieder. Das steht fest.