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Ich kann nicht mehr analog.

my planner
Foto: Sara Grajeda (CC BY-NC-SA 2.0)

Kennt ihr das noch? Hausaufgabenhefte? Früher, in der Schule? Da gab es einerseits die Standardausführung, schnörkellos, aber praktikabel. Und dann die schickeren Varianten, von verschiedensten Herstellern und Verlagen, etwa das Häfft mit vermeintlich sinnlosen Infos und tollen Sprüchen, oder aber auch den Timer der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Heute ist mir letzterer einmal wieder über den Weg gelaufen, und zwar durch ein Gewinnspiel mit dem neuesten Timer der bpb als Preis. Ich war kurzzeitig angefixt, überlegte aber dann, was ich damit eigentlich soll. Denn, wenn ich ehrlich bin, kann ich meine Termine gar nicht mehr analog planen. Es wäre mir genauer gesagt ziemlich unmöglich. Und da wird mir (einmal wieder) klar, wie abhängig ich doch von meinen „Gadgets“, dem Netz und der „Cloud“ bin.

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DerWesten.de macht auf Xenophobie.

Ganz ehrlich: Ich bin kein großer Fan von Rants, von aufgebauschten Diskussionen zu nicht wirklich relevanten Themen, und normalerweise versuche ich, mich vor Aufregerbeiträgen zu hüten. Aber heute kann ich nicht anders. Der Grund dafür ist das hier:

Diese Grafik stammt aus einem Beitrag mit dem Titel „20 Gründe, warum wir eh nicht nach Dänemark wollen“, der heute auf DerWesten.de – dem regionalen Nachrichtenportal in meiner Gegend – veröffentlicht wurde. Dieser bezieht sich zunächst einmal auf die von Dänemark kürzlich verschärften Grenzkontrollen, die – meiner Meinung nach zu Recht – für viel Diskussion gesorgt hatten.

Normalerweise hätte ich den Artikel wahrscheinlich gar nicht bemerkt, wenn nicht sowohl der Haupt-Twitteraccount von der DerWesten.de als auch der Twitter-Account des Regiodesk in Bochum dieses Machwerk noch beworben hätten.

Ein Autor für den Beitrag ist nicht vermerkt – wohl aus gutem Grund. Denn im Prinzip besteht der Artikel nur aus einem: Xenophobie und Rassismus. In einem der Nennung nicht werten, absolut abschätzigen Ton wird über Dänemark hergezogen, unseren nördlichsten Nachbarn, und ein Land, das viele von uns mindestens schon einmal im Urlaub besucht haben. Es werden – wie der Titel schon andeutet – insgesamt zwanzig Gründe angeführt, warum Dänemark – und die Dänen! – angeblich ganz furchtbar seien, und man es und sie deshalb nicht mehr brauche. Ich weiß, dass das wohl ein witzig gemeinter Beitrag sein soll, aber irgendwann hört der Spaß eben auf.

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Professor Thomas Hoeren im Interview über die Ermittlungen gegen Kino.to

Professor Thomas Hoeren; Quelle: Thomas Hoeren (CC BY-SA 3.0)

Die Razzia bei den Betreibern von Kino.to hat große Schlagzeilen gemacht. Für die „Sendung mit dem Internet“ auf Antenne Düsseldorf habe ich zu den Hintergründen einen Beitrag gemacht, den ihr hier nachlesen und auch nachhören könnt. Darin ist auch Professor Thomas Hoeren zu hören.
Er lehrt an der Universität Münster am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht. Das komplette Interview könnt ihr hier nachlesen.

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Wie gefährlich sind die Ermittlungen gegen Kino.to für die Nutzer?

Hinweis: Dieser Blogeintrag erschien ursprünglich bei der Sendung mit dem Internet als Online-Begleitung zur Sendung vom 20. Juni 2011:

Kino.to war eine Seite, auf der jedermann und jede Frau ganz einfach aktuelle Kinofilme und Serien anschauen konnte – ohne etwas dafür zu bezahlen. Das hielten, wohl auch verständlicherweise, viele für ein attraktives Angebot – zuletzt war sogar die Rede von mehreren Millionen Nutzern pro Tag. Das Problem dabei ist nur: Es ist natürlich illegal, einfach so aktuelle Kinofilme ins Netz zu stellen. Genau deshalb hat nun auch die Kriminalpolizei eine Razzia bei Kino.to durchgeführt. Server und Computer wurden beschlagnahmt, und Mitarbeiter verhaftet. Ihnen werden grobe Verstöße gegen das Urheberrecht vorgeworfen. An dieser Stelle soll geklärt, wie gefährlich diese Ermittlungen für die Nutzer der Seite sind, und ob es wirklich illegal ist, sich Kinofilme auf derartigen Streamingseiten anzusehen.

„Die Kriminalpolizei weist auf folgendes hin: Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.“

So steht es derzeit auf der Seite Kino.to – seitdem die Kriminalpolizei bei den Betreibern der Plattform eine Razzia durchgeführt hat. Dass es nicht vollkommen legal sein kann, einfach so im Kino mit der Heimkamera einen Blockbuster abzufilmen, und ihn anschließend ins Netz zu stellen, ist wohl den meisten klar. Doch beim reinen Anschauen solcher Inhalte fühlen sich die meisten sicher – obwohl sie sich damit in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

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Hörempfehlung für heute, ab 18.00 Uhr: „Die Sendung mit dem Internet“

An dieser Stelle bitte ich kurz um eure Aufmerksamkeit: Heute Abend werde ich mit einem Beitrag zum Thema „Kino.to und die Folgen der Ermittlungen für die Nutzer“ in der „Sendung mit dem Internet“ auf Antenne Düsseldorf zu hören sein. Ich würde mich freuen, wenn ihr einschaltet:

Falls ihr im Raum Düsseldorf wohnt, geht das für euch ganz einfach über die 104,2 MHz an eurem klassischen UKW-Radio. Solltet ihr an einem anderen Fleck auf dieser Erde wohnen, ist das auch kein Problem – in diesem Fall empfehle ich euch das Webradio von Antenne Düsseldorf.

Also, meine Hörempfehlung für heute Abend lautet: Ab 18 Uhr Antenne Düsseldorf einschalten! Frohes Hören! :-)