Kategorie: Auszeit

#Urlaub!

Liebes Internet,

in den letzten Tagen hast du wenig von mir gehört. Warum? Weil ich Urlaub habe.

Das ist ehrlich gesagt etwas recht neues für mich, quasi #Neuland, denn: Vorher hatte ich immer (Semester-)Ferien oder etwas ähnliches. Jetzt habe ich ganz klassisch als Arbeitnehmer drei Wochen Urlaub genommen – und weiß gar nicht, was ich mit meiner schönen Zeit alles anfangen soll.

Am Sonntag ging’s für mich aus Düsseldorf in meine Heimat, nach Leipzig.

Hier habe ich dann Menschen zum Fünf-Jahre-Abi-Treffen getroffen – und genieße jetzt einfach die Zeit hier …

Übermorgen, am Donnerstag, mache ich mich dann auf nach Berlin, um dort weitere tolle Menschen zu treffen und ein bisschen in der Hauptstadt herumzugeistern. Anschließend geht’s dann noch für eineinhalb Wochen an die Ostsee. Ich finde, so kann man ohne schlechtes Gewissen drei Wochen Urlaub verbringen.

Einen Wermutstropfen gibt es aber:

Mein MacBook hat den Geist aufgegeben, genauer gesagt seine Festplatte. Das ist auf der einen Seite tragisch – auf der anderen Seite ergibt sich daraus die Möglichkeit, einfach mal bis zum Ende des Urlaubs, wenn ich mir dann ein neues Gerät kaufen kann, ein Stückchen offliniger zu sein.

Diese Zeilen schreibe ich auf einem geliehenen Notebook. Ansonsten werde ich in den kommenden Wochen aber nur mein Smartphone dabei haben. Auch mal schön! Ich werde viel Zeit zum Lesen haben …

Zum Zeit überbrücken …

Ich weiß nicht, wie viel ich hier schreiben werde, trotz der ganzen Zeit, die ich habe. Deshalb an dieser Stelle noch ein Hörtipp: Ich war bei Was mit Medien auf DRadio Wissen zu Gast, und habe über meine Erfahrungen in der selbstgebauten Cloud gesprochen. Hier könnt ihr das Interview nachhören:

In diesem Sinne: Auf bald!

Kraniche überm Ruhrgebiet


Kraniche in ihrer typischen V-Formation | Foto: Sergey Yeliseev

Gerade, als ich auf dem Sofa saß, hörte ich plötzlich, zwischen dem von den vorderen Fenstern ins Wohnzimmer schallenden Berufsverkehr der großen Straße, ein paar sehr leise, aber mir sehr vertraute Rufe – es waren die Rufe, die ich von Kraniche kenne.

Aber, das konnte doch nicht sein. Niemals würde es diese grazilen und eindrucksvollen Vögel über die ehemalige Industriehochburg des Ruhrgebiets verschlagen. Und doch: Nachdem ich nach vorne zum Fenster geeilt war, sah ich sie dann, hoch oben in den Lüften, einer nach dem anderen gereiht, in der so typischen und bezaubernden V-Formation.

Normalerweise verbinde ich diese Tiere mit dem Norden, mit der Region rund um den Darß, wo ich viele Herbste meiner Kindheit verbracht habe. Und jeden Abend zogen sie, laut rufend, manchmal aber auch schon fast schlafend, und natürlich viel tiefer als nun hier in Herne, über unser Haus.

Gerade holte mich meine Kindheit wieder ein. Und mit genau derselben Faszination blickte ich hinauf und bestaunte diese Tiere, die ihr ganzes Leben lang so unglaubliches leisten, und tausende von Kilometern in der Luft, nur mit ihrer eigenen Muskelkraft und der des Windes, zurücklegen.

Wer hätte gedacht, dass ich sie hier einmal wieder sehe …