Kategorie: Filme

„Keine Arme, keine Schokolade!“


Driss (Omar Sy) und Philippe (François Cluzet) in „Ziemlich beste Freunde“. Foto © Senator

Wir waren am Samstag im Kino. Auf dem Programm stand: Ziemlich beste Freunde. Und ich muss sagen: Der Film ist direkt das erste große Highlight für mich in diesem Kinojahr 2012.

Viele Worte will ich gar nicht verlieren, denn über den Film sollte man nicht reden, man sollte ihn anschauen. Ihr solltet ihn euch anschauen. Worum es geht?

„Ziemlich beste Freunde“ (im Original „Intouchables“) ist ein sehr französisches, modernes Märchen unserer Zeit, in dem der reiche, querschnittsgelähmte Philippe (François Cluzet) mit Hilfe des Ex-Häftlings Driss (Omar Sy) aus der Pariser Vorstadt wieder neuen Spaß am Leben findet. Die beiden kiffen, es geht um steife Ohren und sie fahren in Philippes Maserati Wettrennen mit der Polizei.

Den ganzen Film durch konnte ich lachen, und das sehr herzlich – schon allein Omar Sy in der Rolle von Driss ist urkomisch. Doch bei allem Klamauk besitzt „Ziemlich beste Freunde“ zugleich auch eine unglaubliche Tiefe – und das ganz ohne Drama oder viel Tränenvergießen.

Ein wunderschönes Film nach einer wahren Geschichte, der das Leben und die Liebe feiert, und dabei jeden Zug genießt.

Einfach ganz großes französisches Kino.

„ROMEOS“: Die Suche nach sich selbst


Fabio und Lukas in „ROMEOS“. Foto © PRO-FUN MEDIA

In den deutschen Programmkinos ist in diesen Tagen ein wirklich bemerkenswerter Film angelaufen: ROMEOS … anders als du denkst!

Die Geschichte ist schwer in wenigen Sätzen zu erzählen, letztlich dreht sich aber zunächst einmal alles um Lukas – ein junger Mann, der frisch nach Köln gezogen ist, um dort seinen Zivildienst abzuleisten. Doch dort wird er zunächst nicht bei den anderen Zivis im Wohnheim untergebracht – sondern landet als einziger Junge im Mädchentrakt.

Denn Lukas trägt ein Geheimnis mit sich herum, von dem niemand wissen soll: Er ist Frau-zu-Mann-transsexuell. Früher hieß Lukas noch Miriam, und physisch befindet er sich irgendwo auf dem Weg zwischen Mädchen und Junge. Eine für ihn selbst schwierige und komplizierte Situation der Wandlung und Selbstfindung, von der in Köln nur seine Betreuerin im Wohnheim und seine beste Freundin Ine wissen.

Das für Außenstehende vielleicht dazu noch besonders Verwunderliche: Trotzdem Lukas jetzt ein Mann ist, fühlt er sich nicht zu Frauen sondern zu Männern hingezogen – und so erkundet er natürlich auch die Kölner Schwulenszene. Dabei trifft er auf den Platzhirsch Fabio – und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Fabio hat ebenfalls Interesse an Lukas – doch das führt irgendwann zu der unausweichlichen Situation, dass Lukas sich offenbaren muss …

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Pausenaufholung

coffeebreak
Foto von Mike Bitzenhofer (CC-Lizenz)

Tja, nun war sie da, die erste Pause in diesem Blog seit der „neuen Zeitrechnung“. Kann passieren. In der Zwischenzeit sind allerlei Dinge geschehen, zum Beispiel:

  • …ich habe ein tolles T-Shirt von A Better Tomorrow bestellt und auch schon geliefert bekommen!
  • …ich habe meine Küche geputzt!
  • …ich habe experimentiert und „asiatisch“ gekocht!
  • …ich habe mir zusammen mit Kai den großartigen Film „Slumdog Millionaire“ angesehen!
  • …ich bin mit der Staatsgewalt in Konflikt geraten!
  • …mein Internet-Provider hat mir den Zugang gesperrt! (und selbige Sperre aber auch wieder aufgehoben)

Und natürlich sind noch viiiele andere Dinge passiert. Das sollte jetzt nur eine kleine Auswahl sein. Ich werde versuchen, einiges davon in den nächsten Tagen en detail zu beschreiben bzw. zu bebloggen (neue Wortschöpfung!). Bis dahin hier der Trailer zu „Slumdog Millionaire“, denn diesen Film müsst ihr euch unbedingt ansehen!!!

Bis denn dann!