Schlagwort: Urheberrecht

#ACTA: Bilanz und Ausblick [Teil 2]


Proteste gegen das Handelsabkommen „ACTA“ in Düsseldorf. Foto: Henning Bulka/Antenne Düsseldorf

Über 2000 Bürger – so viele sind am Samstag, den 11. Februar 2012, in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ACTA auf die Straße gegangen, genauso wie zehntausende in ganz Deutschland und Europa. ACTA ist ein internationales Handelsabkommen, das für eine einfachere, länderübergreifende Umsetzung des Urheberrechts sorgen soll. Kritiker befürchten hingegen Überwachung und Zensur im Netz.

Ich war für Antenne Düsseldorf und die Sendung mit dem Internet auf der Demonstration in Düsseldorf mit dabei, und habe in der Sendung vom Montag darüber berichtet, nachzulesen in Teil 1 meiner Beitragsserie zu ACTA.

Trotzdem ACTA wohl nicht zur Zensur und dauerhafter Überwachung aller unserer Netzaktivitäten führen wird, gibt es aber natürlich durchaus auch berechtigte Kritikpunkte an dem Abkommen. Darüber habe ich mit Sabine Piel und Daniel Fiene in einem zweiten Stück zu ACTA in der Sendung vom Montag gesprochen.

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#ACTA: Bilanz und Ausblick [Teil 1]


Proteste gegen das Handelsabkommen „ACTA“ in Düsseldorf. Foto: Henning Bulka/Antenne Düsseldorf

Über 2000 Bürger – so viele sind am Samstag, den 11. Februar 2012, in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ACTA auf die Straße gegangen, genauso wie zehntausende in ganz Deutschland und Europa. ACTA ist ein internationales Handelsabkommen, das für eine einfachere, länderübergreifende Umsetzung des Urheberrechts sorgen soll. Kritiker befürchten hingegen Überwachung und Zensur im Netz.

Ich war für Antenne Düsseldorf und die Sendung mit dem Internet auf der Demonstration in Düsseldorf mit dabei, und habe in der Sendung vom Montag darüber berichtet. Dabei habe ich auch erklärt, was ACTA wirklich für uns bedeutet, und wie es weitergeht mit dem Abkommen. Hier bei mir Blog bereite ich die beiden Beiträge noch einmal zum Nachlesen und Nachhören auf.

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Funktioniert das Urheberrecht?

Dieser Text wurde im englischen Original von Neelie Kroes verfasst, seit 2010 ist sie EU-Kommissarin für die Digitale Agenda. Es handelt sich hierbei zwar um keine autorisierte deutsche Fassung, jedoch habe ich diese Übersetzung im Einverständnis mit Frau Kroes‘ Pressestab verfasst und veröffentlicht. Es war mir wichtig, diesen lesenswerten Text auch der nicht-Englisch-sprechenden Bevölkerung zugänglich zu machen.


Neelie Kroes. Foto: Neelie Kroes/Flickr. Lizenz: CC BY-NC 2.0.

Woran denken Sie, wenn Sie an Urheberrecht denken? An ein Werkzeug, um Künstler anzuerkennen und zu entlohnen? Oder an ein Werkzeug, um zu bestrafen und Material zurückzuhalten?

Für mich sollte die Antwort klar ersteres sein. Allzu oft jedoch wird es im digitalen Zeitalter als letzteres angesehen.

Unser derzeitiges Urheberrechtssystem erreicht seine Ziele nicht. Ich denke [auch], dass wir gegen Piraterie kämpfen sollten. Aber es wird immer schwerer, das Urheberrecht rechtlich durchzusetzen – ein Kampf, der Millionen Dollar kostet und nur wenige Zeichen eines Sieges erkennen lässt.

Währenddessen schlagen sich Künstler weiter mit Hungerlöhnen durch, weil das Urheberrechtssystem es nicht schafft, sie angemessen zu entlohnen. Ich war schockiert von der Anzahl von Künstlern – ob nun Autoren, Maler, Fotografen, Musiker oder was auch immer –, deren Einnahmen unter der geringen Summe von 1000 Euro im Monat liegen, weniger als der Mindestlohn [Anm. d. Red.: in Belgien derzeit gut 1440 Euro]. Das ist ziemlich verheerend, für die Künstler selbst und für Europa als Ganzes. Denn die kreative Branche ist das, worin wir gut sind in Europa – etwas, das uns wirklich dabei helfen könnte, in der Zukunft wirtschaftlich und kulturell zu wachsen.

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Wie gefährlich sind die Ermittlungen gegen Kino.to für die Nutzer?

Hinweis: Dieser Blogeintrag erschien ursprünglich bei der Sendung mit dem Internet als Online-Begleitung zur Sendung vom 20. Juni 2011:

Kino.to war eine Seite, auf der jedermann und jede Frau ganz einfach aktuelle Kinofilme und Serien anschauen konnte – ohne etwas dafür zu bezahlen. Das hielten, wohl auch verständlicherweise, viele für ein attraktives Angebot – zuletzt war sogar die Rede von mehreren Millionen Nutzern pro Tag. Das Problem dabei ist nur: Es ist natürlich illegal, einfach so aktuelle Kinofilme ins Netz zu stellen. Genau deshalb hat nun auch die Kriminalpolizei eine Razzia bei Kino.to durchgeführt. Server und Computer wurden beschlagnahmt, und Mitarbeiter verhaftet. Ihnen werden grobe Verstöße gegen das Urheberrecht vorgeworfen. An dieser Stelle soll geklärt, wie gefährlich diese Ermittlungen für die Nutzer der Seite sind, und ob es wirklich illegal ist, sich Kinofilme auf derartigen Streamingseiten anzusehen.

„Die Kriminalpolizei weist auf folgendes hin: Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.“

So steht es derzeit auf der Seite Kino.to – seitdem die Kriminalpolizei bei den Betreibern der Plattform eine Razzia durchgeführt hat. Dass es nicht vollkommen legal sein kann, einfach so im Kino mit der Heimkamera einen Blockbuster abzufilmen, und ihn anschließend ins Netz zu stellen, ist wohl den meisten klar. Doch beim reinen Anschauen solcher Inhalte fühlen sich die meisten sicher – obwohl sie sich damit in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

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