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ARTE: „Italy, Love it or Leave it“

UPDATE:
Unten ist mittlerweile anstatt des gesamten Films von ARTE+7 nur noch der (englische) Trailer eingebunden, da der Film nur sieben Tage nach Ausstrahlung frei im Netz verfügbar war. Ansehen könnt ihr euch „Italy, Love it or Leave it“ aber trotzdem, indem ihr die DVD zum Film bestellt. Das funktioniert ganz einfach per E-Mail an italy [ÄTT] zalab [PUNKT] org.

Gestern Abend zeigte ARTE anlässlich des Rücktritts von Silvio Berlusconi die Dokumentation „Italy, Love it or Leave it“ von den beiden italienischen Filmemachern und Journalisten Luca Ragazzi und Gustav Hofer, die bereits mit „Schwulsein auf Italienisch“ beeindruckten und über den Kampf der italienischen SchwuLesBischen Bewegung für ein Lebenspartnerschaftsgesetz und die Ressentiments der konservativen Bevölkerung berichteten.

„Italy, Love it or Leave it“ erzählt eine weitere Geschichte von Luca und Gustav – diesmal geht es um die Hassliebe der Italiener zu ihrem zerrütteten Land. Den beiden wird ihre Wohnung in Rom gekündigt, und für sie stellt sich die Frage, ob sie in Italien bleiben, oder ob sie – wie viele ihrer Freunde – nach Deutschland auswandern. Gustav, gebürtiger Südtiroler und deutscher Muttersprachler hat genug von Italien und will nach Berlin. Luca hingegen will in der Heimat bleiben, und eine neue Wohnung in Rom suchen. Wie sollen sie sich entscheiden? Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise durch Italien, um herauszufinden, ob sich die Hoffnung noch lohnt, und lernen dabei erschreckende aber auch wunderschöne Seiten dieses Landes kennen.

Ein toller Film, der auf komische und berührende Art und Weise ein anderes Italien zeigt, als wir es aus dem täglichen Fernseh- und Nachrichtengeschäft kennen.

Mac-App-Empfehlung: Mediathek

Ich möchte euch eine App für den Mac ans Herz legen, die mir schon länger tolle Dienste leistet: Mediathek. Das Großartige daran: Das Programm ermöglich euch Mediathek-Inhalte von ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und dem Schweizer Fernsehen (SF) einfach gesammelt zu durchsuchen, anzuschauen und in Teilen auch herunterzuladen. Serien und regelmäßige Programme wie den Tatort könnt ihr außerdem abonnieren. So simpel, und so toll.

Wenn das mal nicht großartig ist!

Netzrückblick • 25.03.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Gender Pay Gap: Zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt (Mädchenmannschaft)
Frauen bekommen bei gleicher Qualifikation immer noch weniger Geld als Männer, genauer gesagt 8 Prozent weniger (im Durchschnitt). Die genauen Mechanismen und Gründe dafür hat Nadine Lantzsch a.k.a. @lantzschi aufgeschrieben, und dazu auch viele hilfreiche weiterführende Links zusammengetragen. Lesen!

zdf.kultur: So sieht das Programm des Senders aus (DWDL.de)
Der ZDF Theaterkanal war einmal, das neue Kulturflagschiff des ZDF geht am 7. Mai auf Sendung und heißt dann „zdf.kultur“. DWDL.de hat alle Infos zum Programmaufbau.

The Aurora (F!XMBR)

Nordlichter. Einfach wunderschön!

MDR SPUTNIK: Elefantenquälerei als Major Promotion? (RADIOSZENE)
Aus Leipzig stammend habe ich selbst lange Zeit „Sputnik“ gehört. Vom qualitativen Abbau des Programms über die letzten Monate habe ich selbst nur gehört, und nichts direkt davon mitbekommen. Diese geschmacklose Aktion spricht jedoch meiner Meinung nach Bände …

Die Welt mag untergehen – aber die ARD sendet keine Tagesthemen (Ruhrbarone)
Ein Kommentar bei den Ruhrbaronen zur Programmgestaltung des gestrigen Abends im Ersten zur „Echo“-Verleihung, der mir zu gewissen Teilen doch aus dem Herzen spricht.

Das Echo zum Echo: Ina, bleib in Deiner Kneipe (DWDL)
Und noch einmal ein Kommentar zum „Echo“ im Ersten, diesmal jedoch inhaltsbezogen, und ebenso auf meiner Wellenlänge.

Oxford English Dictionary loves ♥ (Nerdcore)
Da soll noch einer sagen, das OED sei angestaubt ;)

Volle Taschen dank AOL: „HuffPo“ kommt nach Europa (kress.de)
Die „Huffington Post“ kommt nach Europa. Ich glaube, da sollten sich gewisse Verleger doch ein Mäntelchen mehr anziehen.

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Vermutung ≠ Unterstellung


„Schwule Fußballer? Gibt’s nicht!“ – So denken immer noch viele. | Foto: Mark Härtl (CC BY-NC-SA 2.0)

Ich gebe zu: Sonderlich häufig öffne ich die Website der „BILD“ nicht. Aber da nun heute in meinem RSS-Reader mehrere Artikel zu Oliver Bierhoff und seiner Äußerung zum „Tatort“ vom vergangenen Samstag in eben jener Zeitung auftauchten, habe ich selber nachschauen wollen, was er da genau sagt. Zugegeben, seine Aussage wurde einigermaßen erfolgreich aus dem Zusammenhang gerissen, doch trotzdem finde ich sein Statement beachtlich:

Haben Sie sich über die Szene aus dem „Tatort“ geärgert?

Bierhoff: „Ich finde es schade und ärgerlich, dass die Prominenz der Nationalelf missbraucht wird, um irgendein Thema zu entwickeln oder einen Scherz zu machen. Dieser Satz im ,Tatort’ hatte ja keine inhaltliche Relevanz. Das sehe ich immer auch als einen Angriff auf meine Familie – die Familie der Nationalelf. Und das ärgert mich.“

Quelle: BILD.de

Normalerweise versuche ich immer, mich zurückzuhalten, wenn irgendwo heiße Luft verbreitet wird, oder eine vielleicht kritisch zu sehende Aussage von irgendeiner anscheinend wichtigen Person als neue Sau durch das mediale Dorf getrieben wird. Doch da ich den „Tatort“ gesehen habe, und auch durchaus eine kritische Meinung dazu habe – ich fand ihn relativ misslungen –, und da ich dazu noch in gewisser Weise „betroffen“ bin, möchte ich doch kurz etwas dazu sagen.

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