Schlagwort: Problem

Der Wunsch, Gutes zu tun.


Kaffeebohnen. Foto: Selma Broeder. Lizenz: CC BY 2.0.

Gestern kam meine Kaffee-Lieferung. Per Post, aus Berlin, vom Coffee Circle. Drei Kaffeesorten gibt’s dort: Espresso, sowie eine milde und eine kräftigere Röstung. Alles bio, alles zwar nicht offiziell „fair“ aber dafür direkt und nicht auf dem Weltmarkt gehandelt – die Kaffeebauern am anderen Ende der Welt können also von ihrer Arbeit leben und so ihre Familien ernähren. Und außerdem wird mit jedem Kilo Kaffee, den der Coffee Circle verkauft, auch noch 1 Euro wahlweise an eines von drei sozialen Projekten gespendet, in meinem Fall für den Bau einer kleinen Dorfschule. Tolle Sache also.

Eigentlich.

Denn, eine Frage die ich mir natürlich jetzt stelle: Warum habe ich anstatt dessen nicht Kaffee in einer lokalen Rösterei gekauft? Zum Beispiel bei der roestbar in Münster, ebenfalls bio und dazu in der Röstergilde. Oder im röst.art in Bochum? Zumindest bei letzterer Rösterei hatte ich bereits zwei Mal Schwierigkeiten, vor Ort herauszufinden, ob die Bauern für ihren Kaffee fair bezahlt wurden.

Fair leben und leben lassen

Hinter all diesen Überlegungen steht mein persönlicher Wunsch, so zu leben, dass ich damit so wenigen wie möglich schade. Deshalb stehe ich auf nachhaltige Produkte. Produkte, die ohne oder nur mit wenigen Schadstoffen in der Produktion hergestellt wurden. Produkte, von denen die Menschen, die die Rohstoffe dafür bereitgestellt haben, auch leben können. Produkte, die so hergestellt wurden, dass möglichst wenige Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen wurden. Kurz: Produkte, für die weder Mensch noch Natur ausbeutet werden. Als sogenannter reicher Westeuropäer sehe ich mich an dieser Stelle einfach in der Verantwortung.

Doch gerade dieser Wunsch nach einem „guten Leben“, in dem ich fair zu meiner Umwelt bin, führt mich häufiger in scheinbar ausweglose Situationen.


Foto: Henning Bulka. Lizenz: CC-BY-SA 2.0.

„Was suchen eigentlich die weit gereisten Südfrüchte in der Biokiste vom Bauernhof der Region? Macht eine einzeln plastikverpackte, aber biologische Zucchini überhaupt Sinn? […] Der Apfel aus Neuseeland ist Tausende von Kilometern gereist, aber der aus der Region lag vielleicht monatelang im energieintensiven Kühlhaus. Fakt ist: Wenn der Übersee-Apfel nicht mit dem Flugzeug, sondern dem Schiff kommt, hat er eine bessere Ökobilanz als der heimische Konservierte. Aber auf dem Preisschild im Supermarkt finden sich keine Angaben über die Wahl seines Verkehrsmittels.“

Seite 18, enorm 1/2012.
Ausschnitt der Februar/März-Titelstory „Wir Teilzeit-Helden“ von Christiane Langrock-Kögel.

Lokal oder bio?

Aus der selbst gesetzten Verantwortung, fair zu leben, entstehen ganz neue Probleme: Kaufe ich eher die spanischen Bio-Tomaten, die zwar bio sind, für die aber in Almería ganze Landstriche für die Gewächshäuser ausgetrocknet werden? Oder kaufe ich die Tomaten aus den Niederlanden oder Deutschland, die zwar nicht bio und somit nicht auf echter Erde gewachsen sind, dafür aber auch nur weniger als die Hälfte des Weges auf dem Buckel haben?

Diese Liste ist scheinbar unendlich lang: Angefangen bei Südfrüchten, die ich beinahe aus Prinzip nicht mehr kaufe, es sei denn, sie stammen zumindest aus Europa. Weiter geht es mit Fleisch, dass ich zwar versuche, nicht mehr zu essen, und sicher ist mein Konsum deutlich niedriger als bei vielen anderen – trotzdem werde auch ich bei einer Currywurst schwach. Nächster Punkt: Kleidung – hier würde ich gerne mehr Lokales, mehr Bio, mehr fair Gehandeltes kaufen, aber selten finde ich etwas, das mir gefällt, und gleichzeitig zu meinem Geldbeutel passt, und so wird es dann doch wieder H&M.

Scheinbar aussichtslos scheint es auch bei all den elektronischen Begleitern in meinem Alltag zu sein: Zwar schreibt sich Apple mittlerweile auf die Fahnen, bei der Produktion auf Schadstoffe so gut es geht zu verzichten, doch trotzdem werden sich die meisten immer noch an die wegen der schlechten Arbeitsbedingungen von Dächer springenden Fabrik-Mitarbeiter erinnern.

Letzter und schmerzhaftester Punkt seit Kurzem: Milch. Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich laktosefreie Produkte wesentlich besser vertrage. Die kostet etwa so viel, wie Bio-Milch, also das Doppelte dessen, was „normale“ Milch kostet. Doch bio und laktosefrei – das kann ich mir einfach nicht leisten.

Die richtige Balance


Foto: Henning Bulka. Lizenz: CC-BY-SA 2.0.

Gestern sprach ich mit einem Freund über all diese Themen. Er meinte daraufhin, dass das ja irgendwie auch alles Erste-Welt-Probleme wären. Klar, in Teilen schon. Auf der anderen Seite haben meine Kaufentscheidungen eben auch eine Auswirkung auf Zustände an anderer Stelle – Stichwort fair gehandelter Kaffee. Aus ähnlichem Grund bin ich auch überzeugter Naturstrom-Kunde. Weil ich der Meinung bin, dass es einen Unterschied macht, und dass ich so in eine nachhaltigere Zukunft investiere.

Eine Antwort auf all diese Frage wäre es, mir einfach nicht mehr so viele Gedanken zu machen. Doch ich kann meinen Kopf eben nicht einfach abschalten. Es gilt wohl eher, die richtige Balance zu finden, und auch einmal Abstriche beim Gutmensch-Sein zu machen, wenn es die eigenen Mittel nicht anders zulassen – oder wenn es einem in dem Moment einfach hilft, besser durch den weiteren Tag zu gehen und auf diesem Weg ein guter Mensch zu sein.

Der Wunsch, Gutes zu tun, ist da bei mir. Aber häufig scheitere ich an der Umsetzung – entweder an mir, oder an der Welt, in der wir leben. Damit richtig umzugehen, das ist wohl die nächste große Aufgabe für mich.

Wie geht es euch damit?

Anleitung in 5 Schritten: Flash-Abstürze in Google Chrome verhinden


Dieses Bild zeigte sich mir in Google Chrome zuletzt zu häufig: Flash stürzte ab.

Teilweise ganze Website, manchmal nur Werbebanner, am häufigsten aber wohl Videos auf YouTube, Vimeo & Co. – alle sind mit einer Software namens Flash von Adobe realisiert (trotzdem es mittlerweile schon wesentlich bessere Technologien wie HTML5 dafür gibt). Die meiste Zeit funktioniert das auch ganz gut – doch gerade in letzter Zeit machte mir das Flash-Plug-in in Google Chrome, dem Browser meiner Wahl, immer wieder Probleme: Teilweise wurden Videos zwar abgespielt, aber mit Tonverzögerungen, manchmal rauchte mir Flash auch gleich ganz ab. Alles nicht wirklich schön.

Vorhin habe ich nun durch Chris Pirillo auf Google+ einen sehr hilfreichen Artikel auf Lockergnome gefunden, der erklärt, woran die Probleme mit Flash in Google Chrome in einigen Fällen liegen können – ich habe mir mal die Freiheit genommen, und das alles ins Deutsche übertragen und etwas übersichtlicher aufgeschrieben.

Die Ursache des Problems

Letztlich liegt es daran, dass Flash einerseits für das gesamte Betriebssystem installiert wird (in meinem Falle für alle Browser auf meinem Mac), gleichzeitig installiert Chrome aber auch noch eine eigene Version, die meist aktueller ist, als die Systeminstallation. Problem: Chrome lässt beide Versionen aktiviert, und schickt sich damit selber ins Dilemma, denn so gibt es immer wieder Reibereien zwischen den beiden Plug-ins.

Die Folge: Flash kann Videos oder andere Dateien nicht richtig abspielen, verbraucht teils enorm viel Rechenleistung, und stürzt eben in einigen Fällen gleich komplett ab.

Die Lösung des Problems

Doch glücklicherweise lässt sich das alles sehr einfach beheben:

Read More