Schlagwort: Nachrichten

#newsneu im #biertalk

Um voll, um fünf vor, oder meinetwegen auch um sieben vor, macht es bei fast jedem Radiosender Gong, Wusch, Bumm oder Täteräää. Jeder Zuhörer weiß: Achtung, jetzt kommen die Nachrichten, jetzt werde ich informiert! Oder aber auch: Achtung, jetzt kurz weghören, denn jetzt wird’s langweilig!

Wie klingen also die besseren Radionachrichten, die nicht nerven oder langweilen, sondern informieren und den Hörer mitnehmen? Darüber haben in Magdeburg private und öffentlich-rechtliche Radiomacher diskutiert, bei der Zukunftswerkstatt Radionachrichten. Das Ganze war aber nicht nur abstrakt, sondern auch durchaus praktisch, wie diese Workshop-Ergebnisse zeigen: drei Nachrichtenshows „mal anders“.

Mit dabei war Bastian Kruse von DASDING. Ihn habe ich deshalb in den #biertalk eingeladen, genauso wie einen zweiten jungen Radiomacher: Jim-Bob Nickschas von der BLR.

Eine knappe Stunde haben also drei Radionerds über das Radio diskutiert – aber ich habe trotzdem viel mitgenommen. Die größte Erkenntnis für mich ist wohl:

Natürlich könnte ein Programmchef – am besten von den Privaten – jetzt die große Reform ankündigen und regelmäßige Magazinsendungen statt eines klassischen Newsblocks einführen. Doch das kostet Geld, und dafür fehlt die Motivation. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass wir Macher im Alltag das Format immer weiter ausreizen, neue Darstellungsformen ausprobieren, und uns vor allem immer wieder fragen: Wie kann ich eine Nachricht meinem Hörer nahe bringen?

Vielen Dank an dieser Stelle an Bastian und Jim-Bob fürs Mitmachen, außerdem an alle Zuschauer und für die rege Beteiligung über Twitter. Feststellung: #newsneu sind schon längst da – aber auch noch lange nicht ausdiskutiert!

Meine Android-Lieblinge 2013 (1): News

Ich mag Android. Ich mag mein Nexus 4. Und das ist auch wichtig. Denn mein Smartphone ist mein täglicher Begleiter. Es unterstützt mich in vielen Situationen und unterhält mich auch bisweilen. Dabei spielen eine ganze Reihe ziemlich toller Apps eine große Rolle. In dieser kleinen Blog-Serie möchte ich einen Überblick über meine App-Lieblinge unter Android geben – und dabei vielleicht auch die ein oder andere kleine Perle vorstellen. Den Anfang machen meine Lieblings-Nachrichten-Apps – sehr wichtig für mich als Newsjunkie.

Press

Icon der Press-App

Twitter, Facebook, Google+ – alles schön, aber irgendwie gibt es dann doch immer die ein oder andere Geschichte, den ein oder anderen Blogartikel, den ich über diese Wege nicht mitbekomme. Deshalb lobe ich mir meinen Google Reader, in dem ich einige hundert verschiedene Blogs via RSS abonniert habe. Auf dem Mac nutze ich zum Lesen der anfallenden Artikel Reeder, unter Android lange Zeit die offizielle App von Google. Seit einigen Wochen habe ich aber Press ins Herz geschlossen.

Google-Reader-Alternative Press

Die Google-Reader-Alternative Press bietet ein schickes und schnelles Layout.

Einmal mit dem eigenen Google-Konto verknüpft, bietet Press eine ziemlich schicke Möglichkeit, neue Artikel zu lesen und in andere Netzwerke zu teilen. Dabei aktualisiert sich die App auf Wunsch automatisch im Hintergrund – gerade im Zug, wo das Netz meist schlechter ist, ein ziemlich tolles Feature, denn dann ist trotzdem immer genug zum Lesen da. Was noch fehlt, sind bessere Verwaltungsfunktionen, also etwa die Möglichkeit, neue Feeds zu abonnieren. Ansonsten bin ich mit Press wunschlos glücklich.

Link zu Press im Play Store (2,99 €)

Pocket

Icon der Pocket-App

Über Pocket habe ich schon vor einigen Tagen hier im Blog berichtet. Der Dienst gehört zu meinen absoluten Lieblingstools. Nirgendwo kann ich besser spannende Artikel von verschiedenen Quellen sammeln, um sie später zu lesen. Besonders die Share-Funktion unter Android und die entsprechenden Browser-Plugins für Chrome, Safari, etc. machen das Zusammenstellen der eigenen Leseliste kinderleicht.

Leselisten-App Pocket

Pocket bietet eine von überall aus befüllbare Leseliste.

Pocket nutze ich übrigens häufig in enger Verbindung mit Press: Wenn mir dort ein Artikel in den ersten Absätzen spannend vorkommt, oder zum Beispiel ein Video eingebettet ist, das ich unterwegs nicht ansehen kann, packe ich den Beitrag einfach über die Share-Funktion in Pocket. Den gespeicherten Artikel kann ich dann in Ruhe zuhause am großen Bildschirm zu Ende lesen.

Link zu Pocket im Play Store (kostenlos)

Süddeutsche.de

Icon der SZ-App

Blogs und soziale Netzwerke sind das Eine, gerade morgens mag ich es aber, einen schnellen Überblick über das zu bekommen, was gerade in der Welt los ist. Lange Zeit habe ich dafür die Tagesschau-App genutzt, seitdem es jedoch die sehr schicke App der Süddeutschen Zeitung gibt, ist das meine Referenz-Nachrichten-App. Die Artikel sind sehr gut lesbar, alle Ressorts schnell durchsuchbar, und wie jede gute News-App bietet auch die SZ automatische Benachrichtigungen bei Eilmeldungen an.

News-App Süddeutsche.de

Aktuelle Nachrichten gibt’s von der Süddeutschen Zeitung.

Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum mir die Süddeutsche diese Inhalte schenkt und nicht einmal einen Einmal-Obulus von – was weiß ich – 3 oder 4 € beim Herunterladen verlangt. Lieber Stefan Plöchinger, liebe SZ, liebend gerne würde ich für euer tolles Online-Angebot zahlen – und zwar ohne den Umweg über ein Abo. Gebt mir endlich die Möglichkeit dafür!

Link zu Süddeutsche.de im Play Store (kostenlos)

WeatherPro

Home-Screen-Widget von WeatherPro

Okay, zugegeben: Eine Wetter-App fällt nur begrenzt in den Bereich der News-Apps. Auf der anderen Seite will ich den morgendlichen Blick auf die Wetteraussichten für den Tag nicht missen – insbesondere, wenn ich an einem Tag in verschiedenen Städten unterwegs bin. Lange habe ich nach der richtigen App gesucht, und bin schließlich bei WeatherPro hängen geblieben.

Wetter-App WeatherPro

Detailreiche und schön aufbereitete Wetterdaten inklusive Regenradar gibt’s von WeatherPro.

Die App bietet zunächst einmal für quasi jeden Ort aktuelle Wetterdaten und Vorhersagen. Hinzu kommen einige ganz schicke Diagramme zu Temperatur und Niederschlagsrisiko. Was mir aber fast das Wichtigste ist, sind die Wetterkarten. Für ganz Europa bietet WeatherPro dabei aktuelle Radarfilme und Satellitenbilder an – sehr praktisch, wenn man mal wissen will, ob in der nächsten Stunde zwischen daheim und dem Supermarkt etwas runter kommt. Abgerundet wird das Paket schließlich durch einige ganz schicke Widgets.

Link zu WeatherPro im Play Store (2,99 €)

Next up: Kommunikation

Weiter geht es in dieser Serie dann in den nächsten Tagen, und zwar mit meinen liebsten Kommunikations-Apps. Stay tuned!

Bis dahin: Mit welchen Apps bleibt ihr auf dem Laufenden, was die Geschehnisse in der Welt und im Netz angeht? Schreibt mir eure Lieblings-News-Apps!

Hinweis: Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist mein Android auf Englisch eingestellt. Das hat den einfachen Grund, dass ich gerne Google Now in vollem Umfang nutzen möchte. So gut wie alle Apps, die ich hier vorstelle, haben aber auch eine deutsche Übersetzung.

Hej 2013, ich glaube, das wird cool mit uns!

Ich glaube, 2013 wird ein gutes Jahr, zumindest für mich. Gut, ob wir weltpolitisch vielleicht in eine Rezession stürzen oder auch noch weitere vier Jahre unter unserer lieben Mutti Merkel ausharren dürfen, vermag ich nicht zu sagen. Aber persönlich wird mir in diesem Jahr viel Gutes passieren. Entschieden hat sich davon vieles aber schon im vergangenen Jahr.

Ein Blick zurück: die Highlights in 2012

Zunächst einmal war 2012 für mich mein erstes echtes Konferenzjahr – zumindest in der ersten Hälfte. Das erste (und wahrscheinlich auch letzte) Mal besuchte ich zum Beispiel die CeBIT in Hannover und musste erkennen, dass da eben wirklich nicht mehr so sehr die Luzi abgeht, wie vielleicht noch vor ein paar Jahren. Interessante Geschichten gab es dort fast keine.

Spannender war dagegen der Besuch auf der Leipziger Buchmesse. Erstens ist es einfach herrlich analog, mal durch Messehallen nur mit Büchern und ohne viel Technik zu laufen. Zweitens macht es natürlich großen Spaß, in neuen und teils auch ausgefallenen Büchern zu blättern. Und schließlich merkt man der Buchbranche an, dass sie Innovation will, um nicht den Anschluss zu verlieren. Heraus kommen dabei neue Erzählformen wie der „Kalender von Slopinsky“ oder neue Publikationsformen für Kurzgeschichten. Erzählt habe ich davon in der Sendung mit dem Internet vom 19. März. Ob ich es 2013 auf die Messe schaffe, weiß ich aber noch nicht.

Stühle auf der re:publica 2012. Foto: Blogging Dagger. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Stühle auf der re:publica 2012. Foto: Blogging Dagger. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Mein absolutes Konferenzhighlight war aber mit Abstand die re:publica 2012 in Berlin – meine erste re:publica überhaupt. Selten habe ich so viele tolle Menschen – bekannt und unbekannt – auf einem Fleck getroffen, und selten habe ich so gut inhaltlich über „Netzthemen“ diskutiert. Hier im Blog habe ich schon auf die diesjährige re:publica zurückgeblickt – und ich freue mich auf eine Neuausgabe in 2013.

Alles in Allem ist aber neben allem inhaltlich Spannenden auch: In 2012 konnte ich die Grundlage legen für meine Arbeit als freier Journalist. Das erste Mal habe ich in diesem Jahr durch Eigeninitiative Geschichten an andere Sender verkaufen können – abseits vom Tagesgeschäft. Das stimmt mich froh, denn frühzeitig Kontakte in die Redaktionen zu knüpfen, ist wohl das „A und O“ für die Arbeit eines (freien) Journalisten.

Nach einem sehr tollen wenn auch zum Ende hin ziemlich nassen Fahrradurlaub im Spätsommer durch die Niederlande ging es anschließend mit einer neuen Station im Journalismus für mich weiter: die Nachrichten. Seit Oktober darf ich bei meinem Heimatsender Antenne Düsseldorf auch hin und wieder die Lokalnachrichten schreiben und präsentieren – und es macht mir großen Spaß.

Kurzum: 2012 habe ich viele spannende Geschichten entdecken können, konnte viele neue Kontakte knüpfen und durfte mich auf einem neuen Arbeitsfeld im Journalismus austoben. Die Zeichen für die 2013 stehen also auf grün.

So wird 2013: ein Ausblick

2013 beginnt für mich mit viel Arbeit, genauer gesagt mit meiner Bachelor-Arbeit. Schreiben werde ich sie bis Mitte März zum Themenkomplex soziales Unternehmertum: Wie kann diese neue Form des Wirtschaftens eine Brücke bauen zwischen den Gleichheitsansprüchen in unserer Gesellschaft – wie etwa dem Ruf nach Inklusion – und dem andererseits sehr marktwirtschaftlichen Effizienzdenken unseres kapitalistischen Systems? Dieser Frage will ich nachgehen, und dabei Gesellschaftstheorien der Soziologie (und auch Politologie) mit den neueren Forschungsansätzen aus der BWL und VWL verbinden. Gestoßen bin ich auf das Thema vor allem durch die Zeitschrift enorm, die ich seit einigen Monaten lese. Nun bin ich gespannt, was mir der wissenschaftliche Blick auf die Thematik bringen wird.

Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf. Foto: Frank Kehren. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf. Foto: Frank Kehren. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Kurz nach Abgabe meiner Bachelor-Arbeit heißt es dann Ende März (diesmal etwas finaler): Auf nach Düsseldorf! Gemeinsam mit meinem geschätzten Herrn Freund werde ich dann in den schönen Düsseldorfer Stadtteil Bilk ziehen, um dann zum 1. April einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen: Das Volontariat bei Antenne Düsseldorf. Ganze zwei Jahre habe ich dann Zeit, neue Tricks und Kniffe fürs Radiomachen zu lernen, Erfahrung zu sammeln und mich ganz einfach mal richtig auszutoben. Ich glaube, diese zwei Jahre werden eine wirklich tolle Zeit, und ich freue mich wie Bolle über diese Chance.

2013 wird also ein Jahr gleich mehrerer Neuanfänge für mich: Eine neue Stadt, ein neuer Job und das Ende meines Studiums. Endlich kann ich dann Vollzeit und hauptberuflich das tun, von dem ich glaube und auch ein bisschen weiß, dass ich es gut kann: Radio machen. Einige Ergebnisse dieser Kreativzeit gibt’s dann natürlich auch hier im Blog.

Worauf freut ihr euch im neuen Jahr?

Netzrückblick • 25.03.2011

An dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, stelle ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage vor – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

Gender Pay Gap: Zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt (Mädchenmannschaft)
Frauen bekommen bei gleicher Qualifikation immer noch weniger Geld als Männer, genauer gesagt 8 Prozent weniger (im Durchschnitt). Die genauen Mechanismen und Gründe dafür hat Nadine Lantzsch a.k.a. @lantzschi aufgeschrieben, und dazu auch viele hilfreiche weiterführende Links zusammengetragen. Lesen!

zdf.kultur: So sieht das Programm des Senders aus (DWDL.de)
Der ZDF Theaterkanal war einmal, das neue Kulturflagschiff des ZDF geht am 7. Mai auf Sendung und heißt dann „zdf.kultur“. DWDL.de hat alle Infos zum Programmaufbau.

The Aurora (F!XMBR)

Nordlichter. Einfach wunderschön!

MDR SPUTNIK: Elefantenquälerei als Major Promotion? (RADIOSZENE)
Aus Leipzig stammend habe ich selbst lange Zeit „Sputnik“ gehört. Vom qualitativen Abbau des Programms über die letzten Monate habe ich selbst nur gehört, und nichts direkt davon mitbekommen. Diese geschmacklose Aktion spricht jedoch meiner Meinung nach Bände …

Die Welt mag untergehen – aber die ARD sendet keine Tagesthemen (Ruhrbarone)
Ein Kommentar bei den Ruhrbaronen zur Programmgestaltung des gestrigen Abends im Ersten zur „Echo“-Verleihung, der mir zu gewissen Teilen doch aus dem Herzen spricht.

Das Echo zum Echo: Ina, bleib in Deiner Kneipe (DWDL)
Und noch einmal ein Kommentar zum „Echo“ im Ersten, diesmal jedoch inhaltsbezogen, und ebenso auf meiner Wellenlänge.

Oxford English Dictionary loves ♥ (Nerdcore)
Da soll noch einer sagen, das OED sei angestaubt ;)

Volle Taschen dank AOL: „HuffPo“ kommt nach Europa (kress.de)
Die „Huffington Post“ kommt nach Europa. Ich glaube, da sollten sich gewisse Verleger doch ein Mäntelchen mehr anziehen.

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.