Schlagwort: Deutsche Bahn

Netzrückblick • 17.01.2013

In meinen – mehr oder weniger regelmäßigen – Netzrückblicken teile ich Artikel und Links aus Twitter, Facebook oder Google Reader, von denen es schade wäre, wenn sie einfach so im Nirvana verschwinden würden

  • Facebook hat seine Bombe platzen lassen: Mit einer neuen Suchfunktion sollen wir das Netzwerk und unsere Freunde besser durchsuchen bzw. finden können. Für alles außerhalb von Facebook wird Microsofts Bing als Standardsuche eingebaut. Damit tritt Facebook in einen noch direkteren Wettstreit mit Google als vorher.
    Links: Warum Google von der neuen Facebook-Suche profitieren wird (Sendung mit dem Internet) und Facebook Takes On Google, But Private, Personalized, Social Search Has No Clear Winner Yet (TechCrunch)
  • Autismus, und was es bedeutet, damit zu leben, ist kein Mainstream-Thema – dabei leben Schätzungen zufolge allein in Deutschland rund 40.000 Autisten. In den vergangenen Tagen habe ich gleich zwei spannende Artikel bzw. Blogs entdeckt, die einen Blick in diese für mich bisher unbekannte Welt erlauben.
    Links: Ich bin Autist! Na und? (Quergedachtes) und Das kenne ich auch – Autismus verharmlost (Aspergerfrauen)
  • Der Süd-Sudan ist ein noch sehr junges Land, und auch die Medienlandschaft ist deshalb noch fast gar nicht ausgebildet. Thomas Koch/@ufomedia hat das Land besucht und ist dabei auf viele wissensdurstige und ambitionierte Medienmacher gestoßen – mit Idealen, die vielen deutschen Medien mittlerweile fehlen, so Koch.
    Link: Eine Empfehlung an die Medien. Aus dem Süd-Sudan… (Ufomedia) via Hendryk Schäfer
  • DVB-T hat als Verbreitungsstandard einen großen Rückschlag erfahren: Die RTL-Senderfamilie will den Verbreitungsweg nicht weiter unterstützen – zu teuer und daher unrentabel, so die Verantwortlichen. Betroffen sind insgesamt laut GfK 1,17 Millionen deutsche Haushalte.
    Link: RTL plant Ausstieg aus dem Antennenfernsehen (W&V)
  • Stefan Niggemeier hat mal wieder einen Artikel zum neuen Rundfunkbeitrag auseinander genommen – diesmal von Vera Lengsfeld. Popcorn-Content!
    Link: Rundfunkbeitrag bald fast so schlimm wie Hitler (Stefan Niggemeier)
  • Kölner, die nach Düsseldorf ziehen, müssen sich immer viele Fragen gefallen lassen. Nun ist mein werter Herr Freund zwar kein waschechter Kölner, ist es aber zumindest zum Teil im Herzen. Warum er trotzdem den Umzug mit mir in die Landeshauptstadt wagt, und warum das vielleicht gar nicht mehr so schlimm ist – nun ja, lest selbst …
    Link: Bilk is in Düsseldorf (Hendryk Schäfer)
  • Die Bahn ist der Deutschen liebster Prügelknabe. Egal was: Die Bahn macht es immer falsch. Da ist es auch egal, ob sie etwas dafür kann. Ein sehr eigentümliches Verhältnis.
    Link: Nummer Eins der Beschwerden (SZ Magazin)
  • Geschlechterrollen umgeben und durchdringen uns alle, ob es um pinke Strampler für Mädchen oder harte Männer, die nicht weinen dürfen, geht. Viele dieser Stereotypen sind aber eigentlich noch gar nicht so alt, wie viele denken – im Gegenteil.
    Link: 5 Gender Stereotypes That Used To Be the Exact Opposite (Cracked.com) via Mario Sixtus
  • Fitness-Gadgets waren einer der großen Trends auf der diesjährigen CES in Las Vegas. Aber was ist eigentlich mit den Daten, die dabei erhoben werden? Paul Miller von The Verge wünscht sich dafür mehr offene Schnittstellen.
    Link: Body request: give me back my fitness data (The Verge)
  • Eine mobile Brennstoffzelle, wie sie auf der CES vorgestellt wurde, könnte zumindest USB-ladefähige Geräte künftig auch mobil tagelang antreiben. Einziger Wermutstropfen: der bisher noch hohe Preis.
    Link: Mobile Brennstoffzelle Nectar im Hands-On [CES 2013] (t3n)

#28c3: Wie sicher sind unsere Bahnnetze?


Mechanische Bahnsignale sind auch heute noch im Einsatz. Foto: RainerSturm / pixelio.de.

Zur Zeit findet in Berlin der 28. Chaos Communication Congress, auf Twitter kurz unter dem Hashtag #28c3, statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Chaos Computer Club. Am Dienstag gab es dort auch einen sehr spannenden Vortrag für alle Bahn-Nerds – wie mich zum Beispiel, in Teilen wenigstens … ;-)

Unter dem Titel Can trains be hacked? hat dort der Informatiker Stefan Katzenbeisser, Professor an der TU Darmstadt, über die Geschichte, den aktuellen Stand der Technik und die Zukunft der Sicherungssysteme unserer Eisenbahnsicherungssysteme referiert – mit teils wirklich erstaunlichen Einblicken, nicht nur in den Aufwand, der teilweise getrieben wird, um die Integrität solcher Systeme zu gewährleisten, sondern auch, was für eklatante Sicherheitslücken die Systeme bergen, insbesondere, wenn es um Eingriffe von außen geht.

Die Stichworte hierzu sind Safety (Gewährleistung von Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit) versus Security (Schutz vor Angriffen von außen). Der Talk von Stefan Katzenbeisser dauert zwar eine gute Stunde, aber wer sich fürs Bahnfahren und ein wenig für Technik interessiert, der kann daraus mit Sicherheit viel mitnehmen.

Noch eine Anmerkung zum Stichwort GSM, das im Zusammenhang mit zukünftigen Eisenbahnsicherungssystemen fällt: GSM ist der Standard, auf dem unsere Handynetze basieren, über den wir also mobil telefonieren und SMS verschicken. Das Problem: Der Standard ist schon sehr alt, und wurde mittlerweile geknackt. Das heißt, dass jegliche Kommunikation über GSM mit relativ wenig Aufwand abgefangen/abgehört, verändert und somit beeinflusst werden kann. Somit ist es also gerade bei so sicherheitsrelevanten Themen wie dem Zugverkehr, bei dem viele Menschenleben auf dem Spiel stehen, ein Problem, wenn Kommunikation zwischen Zugdienstleitung, Signalen und Zugführern zukünftig über eben jenen unsicheren Standard stattfinden soll.

Mehr Infos zu den Sicherheitslücken in unseren Handynetzen findet ihr auch hier bei mir im Blog: Im März habe ich alle Details dazu schon einmal für die Sendung mit dem Internet aufgeschrieben.

Nachdem ihr das Video nun gesehen habt: Wie sieht’s aus? Könnt ihr jetzt noch ohne erhöhten Puls in den Zug steigen? Oder seht ihr das alles nicht so dramatisch?

Too much Zug fahr’n.


Foto von Michel Balzer (CC BY-NC 2.0)

Es ist einer dieser Tage gewesen, an denen ich viel zu viel und viel zu lang in Zügen saß. Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich mag Zug fahren sehr, und liebe es eigentlich seit meiner Kindheit. Aber, irgendwann ist eben auch gut.

Herne, Mitte – Düsseldorf, Hafen: 1 h 30 min bis 2 h

Arbeit: 3 h

Düsseldorf, Hafen – Münster, Uni: 2 h

Arbeit: 1 h

Münster, Uni – Herne, Mitte: 1 h 30 min

Das sind insgesamt also fast 5 Stunden und 30 Minuten nur auf Achse. Die Gründe dafür liegen teilweise darin, dass ich der Kosten wegen nur den Regionalverkehr und keine Fernverkehrszüge nutze. Das ist auch gut so. Aber dafür habe ich eben auch zum Beispiel keine so bequemen Sitze und keine Steckdose am Platz. Und das nervt gelegentlich.

Zum anderen liegt die lange Fahrzeit natürlich auch an den Strecken, die ich täglich zurücklege. NRW ist nun mal groß. Na klar freue ich mich, dass ich mit meinem Semesterticket im ganzen Bundesland umherfahren darf. Doch es dauert eben und dauert und dauert …

Ja, ich weiß, das sind alles ziemliche Luxusprobleme. Aber nach einem Tag wie heute musste es trotzdem mal raus.

P.S.: Wer spendiert mir eine Mobility BahnCard 100 (bzw. eine „Schwarze Mamba“, wie Harald Schmidt sie einmal nannte)?