Schlagwort: 2013

2014, jetzt kommst du!

Henning Bulka. Foto: Tobias Block/Dreifotos.com

Irgendwie sind wir sie ja alle Leid, die Jahresrückblicke. Jeder zieht Bilanz. Jeder schaut zurück: Was war spannend im Jahr 2013? Was habe ich erlebt? Was ging gut – was schief? Aber ganz ehrlich: Wo, wenn nicht in diesem Blog, bleibt für meine persönliche Reminiszenz auf 2013 Platz?

Die Liste liest sich gut:

  • mein erstes Altweiber in Düsseldorf erlebt
  • eine wundervolle Aufführung von „Xerxes“ genossen
  • Joyce DiDonato live singen gehört
  • das erste Mal mehr als vierzig Seiten am Stück geschrieben
  • mein Studium (erfolgreich!) abgeschlossen
  • das erste Mal die eigene Wohnung gemalert
  • nach Düsseldorf umgezogen
  • mein Volontariat bei Antenne Düsseldorf begonnen
  • meine zweite re:publica besucht
  • meine erste Sender-Führung gegeben (auf Englisch!)
  • eine neue Waschmaschine gekauft
  • einen vereisten U-Bahn-Schacht besichtigt
  • die Probezeit überstanden
  • zum ersten Mal Jahresurlaub genommen
  • mein erstes Klassentreffen überstanden (5 Jahre Abi!)
  • Urlaub an der Ostsee gemacht
  • ausgezeichnete Wahlberichterstattung betrieben
  • mein erstes Fotoshooting erlebt (siehe dreifotos.com)
  • Revolverheld live gesehen
  • meine erste professionelle Zahnreinigung bekommen
  • ein weiteres Jahr mit dem tollsten Mann der Welt verbracht ♥

Ein Punkt fehlt auf der Liste aber noch: Zusammen mit Julian und Mark habe ich Auf ein Bier mit an den Start gebracht:

Nun stellt sich fast die Frage: Was genau soll denn dann 2014 eigentlich kommen? Zu ein paar Freunden und Bekannten habe ich in den letzten Tagen und Wochen schon gesagt: 2014 soll mein Jahr werden – ein bisschen so, wie Hendryk 2012 einst zu seinem Jahr erklärte. Was stelle ich mir darunter genau vor?

2014: Mein Jahr

Es gibt zwei Dinge, die irgendwie oben auf liegen:

  • dieses Blog hier mehr nutzen
  • meine erste Sendung moderieren

Der erste Punkt scheint selbst erklärend – dahinter steckt aber doch etwas mehr. Gerade, wenn ich auf dieses Jahr 2013 zurückschaue, fallen mir viele Dinge ein, die ich im Nachhinein gern festgehalten hätte. Zunächst einmal für mich – aber wenn es jemand lesen mag, ist das umso schöner. Dazu zählt unter anderem auch, dass ich gerne das, was ich tagtäglich mache, nämlich Geschichten im Radio zu erzählen, häufiger festhalten möchte. Manchmal vielleicht einfach als MP3, die ich auf Soundcloud packe. Vielleicht ja aber auch mal als Audio-Slideshow – ein Format, das ich gerne einmal ausprobieren möchte.

Wo geht es hin?

Wo geht’s hin?

Der zweite Punkt betrifft sogar noch viel direkter meine Zukunft: Was kommt nach dem Volo? Diese Frage stellt sich wohl jede_r in meiner Situation. Moderieren können, eine Sendung fahren können, und dabei noch Spaß haben und diesen auch vermitteln können – das sind Fähigkeiten, die ich mir zumindest in Anfängen in 2014 aneignen möchte.

Direkt im Januar habe ich mir einige Termine in den Kalender geschrieben. Dann werde ich das Studio belegen – und einfach mal „trocken“, ohne umgelegten Sendeschalter, vor mich hin senden. Wer weiß – vielleicht geht mein Traum ja in Erfüllung, und ich kann an dieser Stelle im nächsten Jahr den ersten echten Sendemitschnitt „mit Henning Bulka“ online stellen.

Also, ohne mich wiederholen zu wollen:

2014, jetzt kommst du!

Hej 2013, ich glaube, das wird cool mit uns!

Ich glaube, 2013 wird ein gutes Jahr, zumindest für mich. Gut, ob wir weltpolitisch vielleicht in eine Rezession stürzen oder auch noch weitere vier Jahre unter unserer lieben Mutti Merkel ausharren dürfen, vermag ich nicht zu sagen. Aber persönlich wird mir in diesem Jahr viel Gutes passieren. Entschieden hat sich davon vieles aber schon im vergangenen Jahr.

Ein Blick zurück: die Highlights in 2012

Zunächst einmal war 2012 für mich mein erstes echtes Konferenzjahr – zumindest in der ersten Hälfte. Das erste (und wahrscheinlich auch letzte) Mal besuchte ich zum Beispiel die CeBIT in Hannover und musste erkennen, dass da eben wirklich nicht mehr so sehr die Luzi abgeht, wie vielleicht noch vor ein paar Jahren. Interessante Geschichten gab es dort fast keine.

Spannender war dagegen der Besuch auf der Leipziger Buchmesse. Erstens ist es einfach herrlich analog, mal durch Messehallen nur mit Büchern und ohne viel Technik zu laufen. Zweitens macht es natürlich großen Spaß, in neuen und teils auch ausgefallenen Büchern zu blättern. Und schließlich merkt man der Buchbranche an, dass sie Innovation will, um nicht den Anschluss zu verlieren. Heraus kommen dabei neue Erzählformen wie der „Kalender von Slopinsky“ oder neue Publikationsformen für Kurzgeschichten. Erzählt habe ich davon in der Sendung mit dem Internet vom 19. März. Ob ich es 2013 auf die Messe schaffe, weiß ich aber noch nicht.

Stühle auf der re:publica 2012. Foto: Blogging Dagger. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Stühle auf der re:publica 2012. Foto: Blogging Dagger. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Mein absolutes Konferenzhighlight war aber mit Abstand die re:publica 2012 in Berlin – meine erste re:publica überhaupt. Selten habe ich so viele tolle Menschen – bekannt und unbekannt – auf einem Fleck getroffen, und selten habe ich so gut inhaltlich über „Netzthemen“ diskutiert. Hier im Blog habe ich schon auf die diesjährige re:publica zurückgeblickt – und ich freue mich auf eine Neuausgabe in 2013.

Alles in Allem ist aber neben allem inhaltlich Spannenden auch: In 2012 konnte ich die Grundlage legen für meine Arbeit als freier Journalist. Das erste Mal habe ich in diesem Jahr durch Eigeninitiative Geschichten an andere Sender verkaufen können – abseits vom Tagesgeschäft. Das stimmt mich froh, denn frühzeitig Kontakte in die Redaktionen zu knüpfen, ist wohl das „A und O“ für die Arbeit eines (freien) Journalisten.

Nach einem sehr tollen wenn auch zum Ende hin ziemlich nassen Fahrradurlaub im Spätsommer durch die Niederlande ging es anschließend mit einer neuen Station im Journalismus für mich weiter: die Nachrichten. Seit Oktober darf ich bei meinem Heimatsender Antenne Düsseldorf auch hin und wieder die Lokalnachrichten schreiben und präsentieren – und es macht mir großen Spaß.

Kurzum: 2012 habe ich viele spannende Geschichten entdecken können, konnte viele neue Kontakte knüpfen und durfte mich auf einem neuen Arbeitsfeld im Journalismus austoben. Die Zeichen für die 2013 stehen also auf grün.

So wird 2013: ein Ausblick

2013 beginnt für mich mit viel Arbeit, genauer gesagt mit meiner Bachelor-Arbeit. Schreiben werde ich sie bis Mitte März zum Themenkomplex soziales Unternehmertum: Wie kann diese neue Form des Wirtschaftens eine Brücke bauen zwischen den Gleichheitsansprüchen in unserer Gesellschaft – wie etwa dem Ruf nach Inklusion – und dem andererseits sehr marktwirtschaftlichen Effizienzdenken unseres kapitalistischen Systems? Dieser Frage will ich nachgehen, und dabei Gesellschaftstheorien der Soziologie (und auch Politologie) mit den neueren Forschungsansätzen aus der BWL und VWL verbinden. Gestoßen bin ich auf das Thema vor allem durch die Zeitschrift enorm, die ich seit einigen Monaten lese. Nun bin ich gespannt, was mir der wissenschaftliche Blick auf die Thematik bringen wird.

Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf. Foto: Frank Kehren. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf. Foto: Frank Kehren. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Kurz nach Abgabe meiner Bachelor-Arbeit heißt es dann Ende März (diesmal etwas finaler): Auf nach Düsseldorf! Gemeinsam mit meinem geschätzten Herrn Freund werde ich dann in den schönen Düsseldorfer Stadtteil Bilk ziehen, um dann zum 1. April einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen: Das Volontariat bei Antenne Düsseldorf. Ganze zwei Jahre habe ich dann Zeit, neue Tricks und Kniffe fürs Radiomachen zu lernen, Erfahrung zu sammeln und mich ganz einfach mal richtig auszutoben. Ich glaube, diese zwei Jahre werden eine wirklich tolle Zeit, und ich freue mich wie Bolle über diese Chance.

2013 wird also ein Jahr gleich mehrerer Neuanfänge für mich: Eine neue Stadt, ein neuer Job und das Ende meines Studiums. Endlich kann ich dann Vollzeit und hauptberuflich das tun, von dem ich glaube und auch ein bisschen weiß, dass ich es gut kann: Radio machen. Einige Ergebnisse dieser Kreativzeit gibt’s dann natürlich auch hier im Blog.

Worauf freut ihr euch im neuen Jahr?