Schlagwort: Journalismus

Netzrückblick • 17.02.2011

In Zukunft möchte ich an dieser Stelle, in der Rubrik „Netzrückblick“, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen meine Links der letzten Tage posten – also die Artikel, die ich ganz persönlich spannend und lesenswert fand. Vielleicht ist für Euch, liebe Leser_innen, ja auch etwas dabei.

„WAZ sollen wir lesen? das zeitungsabo-experiment“ (Hendryk Schäfer)
Mein lieber Herr Freund Hendryk hat für zwei Wochen die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) im Probeabo bezogen, und berichtet nun auf seinem Blog kritisch über seine Erlebnisse und Eindrücke als Leser. Mittlerweile gibt es davon eins, zwei, drei Teile. Unbedingt anschauen!

„Crocodoc Launches Embeddable HTML5 Document Viewer & Annotator“ (Mashable.com)
Die Firma „Crocodoc“ hat einen neuen Dokumenten-Viewer zum Einbetten von PDFs in Websites vorgestellt, der ausschließlich auf den neuen Web-Standard HTML5 setzt. Damit wird die Barrierefreiheit in der Nutzung erhöht, da zum Ansehen der PDFs nur noch ein moderner Browser benötigt wird. Auch iPhone- und iPad-Nutzer können so die PDFs betrachten – sonst sind sie durch die fehlenden Flash-Unterstützung davon ausgeschlossen.

„Homeless People Start Tweeting in New Awareness Initiative“ (Mashable.com, via Luca Hammer)
Vier New Yorker Obdachlose haben im Rahmen einer Bewusstseins-Kampagne (ich weiß, furchtbare Übersetzung von „awareness campaign“) jede_r ein eigenes Prepaid-Handy bekommen, und twittern nun über ihre Erlebnisse auf der Straße. Spannend!

„Am besten die Zukunft verbieten“ (JakBlog)
Christian Jakubetz macht sich (mal wieder) Gedanken über die Unsinnigkeit und die Weltfremdheit in der Argumentation der Verlage, die zwar einerseits auf ein Leistungsschutzrecht pochen, andererseits aber gegen das Regeldiktat von Apple Sturm laufen. Sehr kluge Zeilen von Herrn Jakubetz, die ich denke ich auch so unterschreiben würde.

„Und dann war sie stumm“ (Mädchenmannschaft)
Nachdenklicher Text über die – wortwörtlich – „schweigende Minderheit“ türkischer und arabisch-stämmiger Frauen in Deutschland.

„i think Apple is affecting children’s grammar“ (TUAW)
Ein Grundschullehrer in den USA erlebt, dass immer mehr Kinder das Personalpronomen „I“ (= „ich“) klein schreiben, und es gibt Anzeichen dafür, dass das an den Produkten von Apple liegen könnte. Das ist doch ganz schön gruselig.

„lakepaper »BRIEF made in Germany«“ (PAPIERBOTSCHAFT)
Schickes Briefpapier, made in Germany!

DerWesten Rechercheblog (via Ruhrbarone)
„DerWesten“, das Online-Portal der WAZ-Mediengruppe, hat heute ein sogenanntes „Rechercheblog“ gestartet, in dem aktuelle Geschichten und Themen, an dem das Ressort „Recherche“ arbeitet, veröffentlicht werden sollen. Mal sehen, was daraus wird. Ich bin gespannt.

Handelsblatt.com
Das Handelsblatt hat ein Facelifting erhalten. Das Layout ist jetzt breiter (was gerade auf kleineren Bildschirm störend wirken wird) und eine große, dicke Werbung ist das erste, was Leser_innen auf der Seite zu sehen bekommen. Ansonsten ist das Design aber echt schick geworden!

Die meisten dieser Links entdecke ich übrigens über Google Reader beim Durchforsten meiner RSS-Abonnements. Alles, was ich darüber weiterempfehle, findet ihr auf meinem Google-Reader-Profil.

Starthilfe für den „Universalcode“

Seit September letzten Jahres schwirrt eine Idee durchs Netz, angestoßen vom Journalisten Christian Jakubetz: Es soll ein Buch geschrieben werden, genauer gesagt ein Ausbildungsbuch, und zwar für junge Journalisten und die, die welche werden wollen. Im Gegensatz zu den bisherigen Standardwerken soll es darin vor allem um die Herausforderungen für den Journalismus im digitalen Zeitalter gehen.

Das klingt spannend? Dachten sich viele andere auch (unter anderem auch Daniel Fiene und Herr Pähler von „Was mit Medien“), und so wuchs das Projekt und mittlerweile gibt es eine lange Autorenliste, und viele Unterthemen die im Buch besprochen werden sollen.

Direkt als es möglich war, bestellte ich auch ein Exemplar vor, denn eine weitere Besonderheit am „Universalcode“ (wie das Buch im Arbeitstitel heißt) ist die unkonventionelle Weise der Veröffentlichung. Anstatt das Buch bei einem normalen Verlag herauszubringen, haben sich die Autor_innen um Christian Jakubetz für die Firma „Euryclia“ entschieden.

Die Besonderheit: Das Buch wird erst ab einer bestimmten Menge an Vorbestellungen (in diesem Fall 1.000 Stück) realisiert, damit für alle Seiten Planungsssicherheit herrscht. Doch so groß das Interesse am „Universalcode“ auch ist – noch sind die 1.000 Vorbestellungen nicht erreicht.

Und hier kommt Ihr ins Spiel.

Wenn Ihr euch gerade denkt „Mensch, das ist spannend, ich will dieses Buch lesen!“, dann bitte ich Euch, den Machern zu helfen, und ein Exemplar vorzubestellen, zum Beispiel über das nebenstehende Widget, in dem Ihr Euch auch schon ein paar Entwurfsseiten und Leseproben anschauen könnt.

Bitte helft mit, dass dieses Projekt umgesetzt wird. Die Welt braucht ein gutes, zukunftsorientiertes Ausbildungsbuch für Journalisten!

Notiz

Nun, es ist vollbracht, zumindest vorerst. Mein Blog ist wieder online. Lange hat es gedauert – doch nun, nach einer doch ziemlich kraftzehrenden Klausurenphase, habe ich endlich die Zeit gefunden, mich wieder einmal meiner Website zu widmen. Dazu ist jedoch einiges zu sagen und anzumerken.

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