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Premierenhinweis: Die Sendung mit dem Internet mit Henning Bulka

Henning im Antenne-Studio

Freunde! Es ist so weit. In meiner Vorschau auf 2014 hatte ich es mir vorgenommen, heute steht sie nun an: Meine erste Sendung!

Von 18 bis 20 Uhr moderiere ich heute, am 10. März 2014, bei Antenne Düsseldorf die Sendung mit dem Internet. Juhu!

Wollt ihr zuhören? Hier geht’s zum Webradio!

Update: Alles gut gelaufen, glaube ich! Nachhören könnt ihr die Show im Podcast.

DRadio Wissen Screenshot
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Alles neu bei DRadio Wissen: Ein erster Aircheck nach dem Relaunch

Heute Morgen hat bei mir sehr früh der Wecker geklingelt, zumindest für eine Urlaubswoche. Um Punkt 6.29 Uhr sprang mein Radiowecker an, um eine Minute später, um 6.30 Uhr, gemeinsam mit mir das neue DRadio Wissen in Empfang zu nehmen.

Monate haben die Macherinnen und Macher am Relaunch geschraubt. Heute Morgen war Showtime, für die erste Ausgabe der neuen Morgen-Sendung „Schaum oder Haase“, diesmal mit Marlis Schaum. Bis 10 Uhr habe ich aktiv zugehört, und hier mal meine ersten Gedanken aus Radiomacher-Sicht aufgeschrieben.

Die Themen

Aus Nachrichtensicht war heute die Entscheidung für ein Schwerpunktthema nicht schwer: die Lage in Kiew und der Ukraine war auch bei DRadio Wissen bestimmend. Dabei wurde das Thema neben den Nachrichten ganz verschieden gedreht: mal mit dem Sendungs-Reporter im Studio und dem Netz, mal mit der Nachrichtenredakteurin, mal mit dem Korrespondenten vor Ort – und auch über ein Telefoninterview mit einem Augenzeugen.

Grafik: Deutschlandradio (Flyer zum Relaunch von DRadio Wissen)

Grafik: Deutschlandradio (Flyer zum Relaunch von DRadio Wissen)

Spannend fand ich, wieviele andere kleinere Themen DRadio Wissen ebenfalls auftauchten, zum Beispiel:

  • Leverkusen vs. St. Germain im Rückblick
  • Sichere Passwörter per Ultraschall
  • Vorschau auf den Olympia-Tag in Sotschi
  • Navi für den Supermarkt
  • Neureuther: Wie gehen Sportler mit Schmerzgrenzen um?
  • Deutsches Brot als Weltkulturerbe?
  • Faszination Netflix

Das ist – zusätzlich zu den Wissensnachrichten jeweils um viertel vor – schon eine ganze Menge an Themen. Die Stücke waren allesamt hörenswert, natürlich etwas abhängig vom persönlichen Geschmack. Mir persönlich war es aber etwas zu bunt – beispielsweise zu den neuen Entwicklungen in der Causa Edathy hätte ich mir doch ein bisschen mehr gewünscht. Das Thema tauchte nur in den Nachrichten auf.

Spannend dabei: Um halb werden die ersten drei „großen“ Themen nur angerissen, darauf folgt dann ein längerer Block mit kurioseren Nachrichten („Und sonst in der Welt?“). Ich bin gespannt, ob mir das in Kombination mit dem bunten Programm nicht doch etwas zu wenig Info auf Dauer sein wird.

Das Format

Das neue Sendeschema von DRadio Wissen. Grafik: Deutschlandradio

Das neue Sendeschema von DRadio Wissen. Grafik: Deutschlandradio

DRadio Wissen ist jetzt viel stärker formatiert, als vorher. Die Stücke sind jeweils geschätzt rund drei bis vier Minuten lang. Das ist zwar fast doppelt so lang als etwa bei meinem Heimatsender Antenne Düsseldorf, passt aber wohl auf eine junge anspruchsvolle Zielgruppe. Die Taktzahl ist trotzdem hoch und lässt das Programm sehr dynamisch wirken. Unterstützt wird das durch die neue, sehr moderne und junge Verpackung, die DRadio Wissen bekommen hat. Es gibt jetzt Musikbetten, Opener und andere Jingles. Dadurch wird auch die Struktur klarer.

Gleichzeitig lassen sich die Macher nicht von der neuen Stundenuhr einschüchtern. So gab es beim Live-Interview nach Kiew erst technische Probleme. Das sprengte das Timing auf halb bis zu den nächsten Nachrichten. Marlis Schaum nutzte das dann aber einfach aus und führte das Interview, bis es ungefähr 8.30 Uhr war. Dann hat sie direkt an die News übergeben. Diese Flexibilität macht Spaß und hat mich gerade aus Macher-Sicht überzeugt.

Was mir aufgefallen ist: In der 9-Uhr-Stunde wurden doch einige Themen wiederholt, was auch völlig okay ist. Niemand hört im Normalfall so lange dauerhaft zu, wie ich heute Morgen. Gleichzeitig wurde selbst diese Wiederholung aufgefangen, durch den Live-Sendungsreporter – heute Sebastian Sonntag –, der Marlis Schaum die ganze Sendung über begleitet hat. Eine schöne Idee!

Die Musik

Das ist ja überhaupt die Neuigkeit: Bei DRadio Wissen gibt es jetzt Musik! Der Schwerpunkt auf spaciger aber manchmal schwer verträglicher elektronischer Musik ist Geschichte – es lebe Indie-Alternative-Pop-Rock! Wohl ihr mal reinhören? Hier fast alle Tracks der ersten Ausgabe von „Schaum oder Haase“:

Ich finde den Klang frisch und angenehm, natürlich polarisiert Musik aber auch. Ich glaube, dass DRadio Wissen mit der Musikfarbe definitiv eine Lücke besetzt – gerade in Kombination mit den hochwertigen Inhalten. Spannend wird sein, wie hoch die „Hot Rotation“ im Zweifelsfall ist, also wie häufig ein Titel maximal am Tag läuft.

Die Website

Was wäre ein Relaunch beim Digitalradio ohne eine neue Website? DRadioWissen.de wurde ebenfalls komplett neu gestaltet. Tschüss Kacheloptik, her mit einem klaren neuen Layout. Ich finde mich dort jetzt wesentlich besser zurecht. Vorher habe ich mich oft fast ein bisschen verlaufen auf der Website. Jetzt gibt es eine klare, mitlaufende Navigation. Und, was mich besonders freut: Die Website ist responsiv!

Screenshot vom Live-Blog zu „Schaum oder Haase“ auf DRadioWissen.de

Screenshot vom Live-Blog zu „Schaum oder Haase“ auf DRadioWissen.de

Eine Besonderheit haben sich die Macher auch noch einfallen lassen: Zur Sendung gibt es jetzt jeweils ein Live-Blog. Dieses wird aktuell befüllt – mit Links, Bildern oder Gesprächen zum Nachhören. Dafür gibt es parallel zur Sendung jeweils einen eigenen Reporter, der sich um das Blog kümmert. Das ist nicht nur ein sehr dynamisches Tool, sondern macht eine aufwendige Mediathek fast überflüssig.

Was Felix da schreibt, finde ich aber auch völlig richtig. Heute Morgen ging es zum Beispiel um das (Frühstücks-)Brot – warum dann nicht ein entsprechendes Foto vom Frühstück im Studio posten? Aber es war ja auch erst die Premiere. Zum Glück lässt sich so etwas ja sehr leicht ausprobieren. (Update: Zumindest auf Facebook gibt es Bilder von der ersten Show!)

Das Fazit

Um meinen #biertalk-Kollegen Julian Heck zu zitieren: „Fazit? Seid ihr verrückt?“ Der Höreindruck bei mir ist noch frisch. Wie sich DRadio Wissen in den anderen Sendestrecken präsentiert und in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt, ist noch völlig offen.

Das, was ich bisher gehört habe, macht mir aber definitiv Lust auf mehr. Das Programm bietet einen frischen Mix aus guter, junger Musik und bunten wie auch ernsteren Themen. „Anspruchsvolles Radio für eine junge Zielgruppe machen“ – diesen Vorsatz erfüllt DRadio Wissen bisher aus meiner Sicht.

Einige Wünsche habe ich trotzdem: Traut euch, doch etwas mehr Politik in die Morgenschiene zu holen! Spielt keine Lieder tot, auch wenn sie gut sind! Bringt von der Persönlichkeit, die ihr im Radio vermittelt, noch mehr ins Netz!

Also, wir hören uns!

Henning Bulka. Foto: Tobias Block/Dreifotos.com
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2014, jetzt kommst du!

Irgendwie sind wir sie ja alle Leid, die Jahresrückblicke. Jeder zieht Bilanz. Jeder schaut zurück: Was war spannend im Jahr 2013? Was habe ich erlebt? Was ging gut – was schief? Aber ganz ehrlich: Wo, wenn nicht in diesem Blog, bleibt für meine persönliche Reminiszenz auf 2013 Platz?

Die Liste liest sich gut:

  • mein erstes Altweiber in Düsseldorf erlebt
  • eine wundervolle Aufführung von „Xerxes“ genossen
  • Joyce DiDonato live singen gehört
  • das erste Mal mehr als vierzig Seiten am Stück geschrieben
  • mein Studium (erfolgreich!) abgeschlossen
  • das erste Mal die eigene Wohnung gemalert
  • nach Düsseldorf umgezogen
  • mein Volontariat bei Antenne Düsseldorf begonnen
  • meine zweite re:publica besucht
  • meine erste Sender-Führung gegeben (auf Englisch!)
  • eine neue Waschmaschine gekauft
  • einen vereisten U-Bahn-Schacht besichtigt
  • die Probezeit überstanden
  • zum ersten Mal Jahresurlaub genommen
  • mein erstes Klassentreffen überstanden (5 Jahre Abi!)
  • Urlaub an der Ostsee gemacht
  • ausgezeichnete Wahlberichterstattung betrieben
  • mein erstes Fotoshooting erlebt (siehe dreifotos.com)
  • Revolverheld live gesehen
  • meine erste professionelle Zahnreinigung bekommen
  • ein weiteres Jahr mit dem tollsten Mann der Welt verbracht ♥

Ein Punkt fehlt auf der Liste aber noch: Zusammen mit Julian und Mark habe ich Auf ein Bier mit an den Start gebracht:

Nun stellt sich fast die Frage: Was genau soll denn dann 2014 eigentlich kommen? Zu ein paar Freunden und Bekannten habe ich in den letzten Tagen und Wochen schon gesagt: 2014 soll mein Jahr werden – ein bisschen so, wie Hendryk 2012 einst zu seinem Jahr erklärte. Was stelle ich mir darunter genau vor?

2014: Mein Jahr

Es gibt zwei Dinge, die irgendwie oben auf liegen:

  • dieses Blog hier mehr nutzen
  • meine erste Sendung moderieren

Der erste Punkt scheint selbst erklärend – dahinter steckt aber doch etwas mehr. Gerade, wenn ich auf dieses Jahr 2013 zurückschaue, fallen mir viele Dinge ein, die ich im Nachhinein gern festgehalten hätte. Zunächst einmal für mich – aber wenn es jemand lesen mag, ist das umso schöner. Dazu zählt unter anderem auch, dass ich gerne das, was ich tagtäglich mache, nämlich Geschichten im Radio zu erzählen, häufiger festhalten möchte. Manchmal vielleicht einfach als MP3, die ich auf Soundcloud packe. Vielleicht ja aber auch mal als Audio-Slideshow – ein Format, das ich gerne einmal ausprobieren möchte.

Wo geht es hin?

Wo geht’s hin?

Der zweite Punkt betrifft sogar noch viel direkter meine Zukunft: Was kommt nach dem Volo? Diese Frage stellt sich wohl jede_r in meiner Situation. Moderieren können, eine Sendung fahren können, und dabei noch Spaß haben und diesen auch vermitteln können – das sind Fähigkeiten, die ich mir zumindest in Anfängen in 2014 aneignen möchte.

Direkt im Januar habe ich mir einige Termine in den Kalender geschrieben. Dann werde ich das Studio belegen – und einfach mal „trocken“, ohne umgelegten Sendeschalter, vor mich hin senden. Wer weiß – vielleicht geht mein Traum ja in Erfüllung, und ich kann an dieser Stelle im nächsten Jahr den ersten echten Sendemitschnitt „mit Henning Bulka“ online stellen.

Also, ohne mich wiederholen zu wollen:

2014, jetzt kommst du!

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Premiere: Auf ein Bier mit …

Der Urlaub ist vorbei – und es gibt Neuigkeiten!

Was ihr hier seht, ist eine echte Premiere: Die erste Folge von Auf ein Bier mit …, der neuen Web-Talkshow, die Julian Heck, Mark Heywinkel und ich am Mittwoch gemeinsam gestartet haben. Von 21 Uhr an haben wir uns ein Bier lang per Hangout mit Jonathan Sachse unterhalten, einem freien Journalisten aus Berlin.

Die Idee hinter unserem Projekt: Wir sprechen als junge Journalisten mit jungen Journalist_innen über ihre Arbeit und die Probleme und Chancen in der Branche. Dabei laden wir, zunächst im Zweiwochenrhythmus, alle Mitglieder der Top 30 unter 30 des Medium Magazin ein. Entstanden ist diese Idee bei einem gemeinsamen Frühstück von Julian, Mark und mir in Berlin-Schöneberg.

Logo Auf ein Bier mit

Unsere erste Folge heute Abend war sicherlich nicht perfekt – und gerade aus Timingsicht her nicht optimal, Stichwort Champions League. Aber: Wir hatten das Gefühl, dass das Format funktioniert, und so sah auch das erste Feedback der Zuschauer_innen aus. Und: Es hat großen Spaß gemacht!

Ich bin gespannt auf eure Meinung: Macht euch diese erste Folge unserer neuen Web-Talkshow Lust auf mehr? Schreiben könnt ihr mir hier, wir freuen uns aber natürlich auch über Feedback auf Twitter, dem Hashtag #biertalk, Facebook und natürlich YouTube!

Also, bis in zwei Wochen!